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Rückzahlung Bankkredit nach Insolvenz durch alle Gesellschafter

| 04.10.2016 11:52 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.


Wir waren eine GmbH mit 3 Gesellschaftern. Haben mehrere Bankkredite aufgenommen (wobei die Bank sich in mein Grundbuch als Sicherheit hat eintragen lassen). Sind dann 2002 Insolvenz gegangen. Der Kredit lief zwar auf alle 3 Gesellschafter und es wurde eine monatliche Rate für jeden Gesellschafter in Höhe von 300,- € fällig. Die Bank hielt sich natürlich ausschließlich an mich, wenn die Zahlungen der anderen Beteiligten nicht eingingen. 2010 war ich finanziell am Ende und ich mußte die Immobilie verkaufen um sie nicht zu verlieren. Die Firmenkredite mußten natürlich im Zuges des Verkaufs sofort beglichen werden. Nur ein kleiner Betrag blieb nach Abzug der Firmenkredite vom Kaufpreis übrig. Die beiden anderen Gesellschafter gaben mir kein Schuldanerkenntnis, versprachen mir aber monatlich weiterhin die 300,- € nun an mich direkt zu überweisen. Das geschah sehr schleppend und oft nur nach mehrmaligem Nachfragen. Nun wurden die Zahlungen. Ein ehemaliger Gesellschafter sagte mir, dass er es nicht mehr könnte, der andere ehemalige Gesellschafter ist telefonisch nicht mehr erreichbar. Nun meine Frage. Gibt es für mich eine Möglichkeit die beiden ehemaligen Gesellschafter zur vollständigen Zahlung des ehemals Firmenkredits zu zwingen und zu welchem Anwalt müßte ich da gehen?
Vielen Dank im Voraus und
mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Sie tragen vor gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern Darlehen aufgenommen zu haben. Ich gehe davon aus, dass die Bank die Darlehen der GmbH gewährte, die Gesellschafter aber für die Darlehen gebürgt haben.

Somit waren alle Bürgen gesamtschuldnerisch i.S.d. § 421 BGB miteinander verbunden.

Die Bank war berechtigt aus § 421 S. 1 BGB die Rückzahlung des Darlehens einzig von Ihnen zu verlangen, da sich die Bank den wirtschaftlich stärksten Schuldner aussuchen kann. Dies hat die Bank Ihrem Vortrag nach auch getan.

Da aber alle Bürgen aus § 426 Abs. 1 S. 1 BGB zu gleichen Teilen zum Ausgleich verpflichtet sind, geht aus § 426 Abs. 2 BGB der Teil der Forderung der Bank, den Sie anstelle der anderen Bürgen erbracht haben, automatisch auf Sie über.

Denn mit Ihren Zahlungen an die Bank wurden auch die anderen Bürgen von Ihrer Verpflichtung zur Leistung von Zahlungen an die Bank frei.

Somit stünde Ihnen bei kompletter Leistung auf die Darlehensschuld ein Anspruch auf jeweils 1/3 der geleisteten Zahlungen gegenüber den beiden anderen Bürgen zu.

Zur vollständigen Bedingung des Firmendarlehens können Sie die anderen beiden Bürgen also nicht in Anspruch nehmen, aber zu jeweils 1/3.

Diesen Anspruch auf jeweils 1/3 gegenüber den anderen beiden Bürgen können Sie gerichtlich geltend machen, eine Klage erscheint mir bei verständlicher Würdigung unproblematisch, so dass hierfür kein Fachanwalt benötigt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. .

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 11.10.2016 | 16:54

Was ist mit der Verjährung? Der Firmenkredit wurde 2003 aufgenommen, dann durch den Immobilienverkauf durch vollständig 2010 abgelöst. Die beiden ehemaligen Gesellschafter haben bis 2015 ihre Raten mehr oder weniger pünktlich bezahlt. Sind die Schulden der ehemaligen Gesellschafter jetzt verjährt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.10.2016 | 17:08

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Aus § 212 Abs. BGB beginnt die Verjährungsfrist der § 199 ff. BGB mit jeder Ratenzahlung von neuen.

Der Anspruch verjährt also zum 31.12.2018 insgesamt, da noch bis 2015 Raten geleistet wurden.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park


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