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Rückwirkendes Kindergeld für Erwachsenen Behinderten

21.03.2019 07:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,meine Tochter ist 45 Jahre alt und wegen einer Behinderung dauerhaft Erwerbsunfähig.Wir als Eltern haben nie Kindergeld bezogen aus Unkenntnis über die Ansprüche.Im März 2018 habe Ich Kindergeld auf meine Anregung hin beatragt dieser Antrag wurde
Abgelehnt weil aus Sicht der Familienkasse kein sicherer Nachweis erbracht wurde das die Behinderung vor dem 25 Lebensjahr entstanden ist.Im Februar 2019 habe Ich nochmals Kindergeld beantragt und Diesem
Antrag wurde vor 1 Woche stattgegeben,das Kindergeld für unsere Tochter ist jetzt bewilligt.
Die Zahlung soll Rückwirkend zum August 2018 erfolgen.Der Anspruch auf Kindergeld bestand eigendlich dauerhaft.
Meine Frage:Ist es möglich das das Kindergeld auch Rückwirkend ab März 2018 oder September 2017 in Anspruch zu nehmen da ja schon vorher Kindergeldanspruch bestand?
Ich freue mich über eine Gute Antwort
Grüsse

Lieber Fragesteller,

vielen herzlichen Dank für Ihre Frage. D.h. Sie haben nun Kindergeld für den Zeitraum von August 2018 bis heute (bzw. auch in Zukunft) bewilligt bekommen, richtig? Verstehe ich Sie auch richtig, dass Sie früher bis 18 auch kein Kindergeld für Ihre Tochter bezogen haben und bis vor dem Antrag im März 2018 bzw. Februar 2019 kein Antrag gestellt wurde? Haben Sie die Ablehnung im März 2018 mit einem Rechtsmittel bekämpft?

Wie Sie sicher gesehen haben, wir Kindergeld über das 18. bzw. 25 Lebensjahr hinaus im Falle einer Behinderung dann gewährt, wenn das Kind aufgrund der Behinderung nicht selbst dazu in der Lage ist, für seinen Lebensunterhalt aufzukommen, wenn die Behinderung - und das wird hier entscheidend sein - vor der Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist (§ 32 Abs. 4 Nr. 3 EStG ). Ist die Behinderung nach dem 25. Geburtstag eingetreten, ist der Anspruch grds. ausgeschlossen. Da Sie jetzt das Kindergeld bewilligt bekommen haben, gehe ich davon aus, dass eine Behinderung schon vor Vollendung des 25. LJ vorgelegen hat.

Da Sie den Antrag im März 2018 bzw. Februar 2019 gestellt haben, habe ich in Summe - wenn sich nicht noch etwas Besonderes ergibt - leider schlechte Nachrichten: Denn zum 1.1.2018 in eine gesetzliche Änderung in Kraft getreten, derzufolge Kindergeld nur noch rückwirkend für die letzten 6 Monate vor dem Eingang des Antrages gewährt wird (§ 66 Abs. 3 EStG ). Die Regelung findet auf alle Anträge Anwendung, die nach dem 31.12.2017 gestellt werden (§ 52 Abs. 49a S. 7 EStG ).

Wenn wir nicht argumentieren können, dass diese Fristen nicht im Falle der Behinderung gelten (was ich gerne nochmal intensiver prüfen kann im Anschluss, derzeit aber nicht ersichtlich ist) oder ihre Antworten auf meine Rückfragen nicht die Rechtslage verändern, dann besteht leider kein weitergehender Anspruch auf Kindergeld.

Beste Grüße

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