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Rückwirkender Kindesunterhalt in der Schweiz

| 22.04.2021 11:22 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag!
Ich (männlich) habe zusammen mit einer lesbischen Frau ein Kind.
Obwohl ich meinen Unterhalt regelmäßig gezahlt habe, habe ich mein Kind sehr unregelmäßig gesehen. Als ich mich an das Jugendamt gewandt habe, fühlte sie sich bedroht und hat sich mit dem Kind in die Schweiz abgesetzt. Ich habe den Unterhalt deutlich gekürzt und mit dieser Begründung meine Tochter jahrelang nicht sehen dürfen.
Vor kurzem habe ich mich an Sie gewandt, mit der Bittte meine Tochter sehen zu dürfen.
Sie drohte mir daraufhin, den Unterhalt nach dem erhöhten Schweizer Modell berechnen zu lassen und die Differenz fünf Jahre rückwirkend einzufordern.
Aktuell arbeite ich reduziert und spare über ein Zeitwertkonto bei meinem Arbeitgeben, um ein jahr früher in Rente gehen zu können.
Darf sie rückwirkend den Unterhalt einfordern?
Kann ich gezwunge werden wieder mehr zu arbeiten?
Kann ich gezwungen werden das Zeitwertkonto aufzulösen bzw. hat sie "Zugriff" auf mein Gespartes?
Danke!
22.04.2021 | 12:54

Antwort

von


(2360)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
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Sehr geehrter Ratsuchender,

die Geltendmachung der Ansprüche für die Vergangenheit kann an einer Verwirkung der Ansprüche scheitern. Diese kann dann eintreten, wenn die ansprüche über einen längeren Zeitraum nicht geltend wurden und Sie auch darauf vertrauen konnten, dass diese Ansprüche nicht mehr geltend gemacht werden.

Das Zeitmoment ist erfüllt. Sie konnten nach meinem Dafürhalten auch darauf vertrauen, dass die Unterhaltsbeträge nicht mehr geltend gemacht werden, da Sie davon ausgehen konnten, dass die Kindesmutter wegen der Nichtgewährung des Umgangs und zudem mit dem Umzug gezeigt hat, dass diese auch keine weiteren Forderung stellen wird.

Die Grundsätze sind auch in der Schweiz zu Grunde zu legen.

Es kommt auch weiter darauf an, ob es schon einen Titel über den Unterhalt gibt, oder ob seinerzeit die Höhe "nur" vereinbart worden ist. Davon hängt das weitere Verfahren ab.

Gibt es einen Titel, kann aus diesem vollstreckt werden.
Liegt kein Titel vor, kann dieser erwirkt werden. Zuständig ist dann ein Gericht in der Schweiz, da das Kind dort seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Dann wird der Unterhalt gemessen an den jetzigen Einkommensverhältnissen festgelegt.

Dabei kommt es konkret auf die Höhe Ihres Einkommens an. Dabei kannn dann das Zeitwertkonto eine Rolle spielen. Dieses ist verbunden mit einer Einkommensreduzierung, nach meinem Dafürhalten aber nicht vorwerfbar, wenn Sie noch ausreichend Unterhalt zahlen können.

Dieses kann aber nur eine individuelle Berechnung beantworten.

Das Zeitwertkonto werden Sie voraussichtlicht dann auch nicht auflösen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Bewertung des Fragestellers 22.04.2021 | 13:28

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"Danke! Ich fühle mich gut beraten, mehr war ohne konkrete Angaben bzw. richtiges Einsteigen in den Fall nicht möglich."
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