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Rückwirkende Pacht


21.04.2006 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Hallo,
ich habe folgende Frage:
Ich habe mir ein Haus mit Grundstück gekauft, und leider erst nach ca. 1 jahr festgestellt, dass die Angaben des Maklers nicht mit dem Grundbuch übereinstimmen. Ich habe versucht die Grundstücke die nicht mir gehören zu kaufen, da es sich aber um Konkursmasse handelte war es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Nach ca. 4 Jahren kam nun ein Nachbar und sagte, dass er die grundstücke vor 2 Jahren gekauft habe. Da diese ziemlich nahe an meinem Haus vorbeilaufen und wir diese auch genutzt haben ist eine Pacht auch sinnvoll. Er möchte nun auch Pacht für die Zurückliegende Zeit, da wir die Grundstücke auch in dieser Zeit genutzt haben.
Meine Frage: ist eine rückwirkende Pacht überhaupt möglich
zumal wir nicht wussten das es ihm gehört, und er uns auch nicht mitgeteilt hat, dass er es gekauft hat.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben folgendermaßen beantworten möchte:

Ein Pachtvertrag könnte allerhöchstens dann rückwirkend geschlossen werden, wenn Sie sich damit einverstanden erklären. Ein Vertrag setzt immer zwei übereinstimmende Willenserklärungen voraus.

Für die Zeit der Nutzung in dem Glauben, dass Sie Eigentümer der Grundstücke sind (also zumindest 1 Jahr) müssen Sie ansonsten lediglich die Nutzungen herausgeben, die sie gezogen haben. Also zum Beispiel Früchte, die dort angebaut und geerntet wurden. Diesbezüglich wäre dann Wertersatz zu leisten.

Ab dem Zeitpunkt der Kenntnis wäre dann Ersatz zu leisten für schuldhaftes Unterlassen der Ziehung von Nutzungen. §§ 988, 989 und 990 BGB.


Ich hoffe ich konnte Ihnen damit behilflich sein und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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