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Rückwirkende Mietminderung wegen falscher Wohnungsgröße


07.01.2007 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Guten Tag,

wir bewohnen seit ca. 3 Jahren eine Dachgeschosswohnung auf 2 Etagen. Im Mietvertrag steht nicht die Wohnungsgröße drin. Laut Nebenkostenabrechnung werden, wie auch vor Vertragsunterzeichnung mündlich durch den Vermieter mitgeteilt, 115 m² berechnet.

Ich habe die Wohnung in 2006 nachgemessen und musste feststellen, dass die tatsächliche Netto-Wohnungsgröße nur ca. 89 m² beträgt (die Wohnung hat sehr viele Dachschrägen, daher die geringe Nutzfläche)

Darauf habe ich meinen Vermieter schriftlich hingewiesen und die zuviel bezahlte Kaltmiete zurückverlangt. Dieses wurde von meinem Vermieter abgelehnt, mit der Begründung die 115 m²-Wohnfläche sind im Mietvertrag nicht verankert und muss daher voll bezahlt werden. Die Berechnung der Nebenkosten wurden bereits mit Hilfe vom Mieterbund auf 89 m² reduziert.

Frage:

1. Kann ich von meinem Vermieter die zuviel bezahlte Miete (also die Differenz von 115 m² zu 89 m²) zurückverlangen ?

2. Kann die Kaltmiete künftig auf 89 m² gemindert werden ?

mfg

D. Röll
Sehr geehrter Fragesteller,

eine Mietminderung wegen einer geringeren Wohnfläche kann nur dann vorgenommen werden, wenn eine bestimmte Wohnfläche vertraglich vereinbart wurde.

Allein wegen der mündlichen Aussage des Vermieters -sofern diese überhaupt beweisbar ist- werden Sie die Miete nicht mindern können, falls der Vermieter eine bestimmte Wohnungsgröße nicht ausdrücklich zugesichert hat. Die Beweislast liegt dafür bei Ihnen.

Der Unterschied zu den Nebenkosten liegt darin, dass diese auf tatsächlicher Basis abgerechnet werden müssen und daher zu korrigieren waren. Beim Kaltmietzins ist dies hingegen nur der Fall, wenn die Mietfläche als Berechnungsgrundlage vereinbart ist.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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