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Rückwirkende Kündigung der Privaten Krankenversicherung (PKV)

| 18.09.2015 19:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Zusammenfassung: Bei Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ist eine rückwirkende Kündigung der privaten Krankenversicherung nach Eintritt der Pflichtversicherung innerhalb von drei Monaten möglich, § 205 Abs. 2 VVG.

Hallo

Bei mir haben sich seit dem 1 März 2015 die Arbeitszeiten geändert denn ich bin in Elternteilzeit gegangen. Im August hat sich meine Arbeitszeit nochmals reduziert und dadurch hat man im August festgestellt, dass ich rückwirkend ab dem 1.März gesetzlich versicherungspflichtig bin. Dieser Versicherungspflicht kann man sich nicht entziehen.
Anfang August wurde ich daher bei eine GKV als Mitglied rückwirkend aufgenommen.
Mit der erhaltenen Mitgliedsbestätigung meiner GKV wollte ich jetzt meine PKV Mitgliedschaft kündigen.
Nach ein monatiger Prüfung verweigern die das aber mit der Begründung, dass sowas nur 3 Monate nach Versicherungsbeginn möglich ist. Defakto bin ich sowohl GKV und PKV versichert und das kostet...

Frage: Wie sehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen aus?
Dürfen die eine rückwirkende Kündigung verweigern? Man hat mir von Seiten der GKV zugesichert das die Mitgliedsbescheinigung ausreicht um eine rückwirkende Kündigung zu erreichen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gemäß § 205 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) gibt es zwar die Möglichkeit, bei Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ein Sonderkündigungsrecht auszuüben. Jedoch muss diese Kündigung innerhalb von drei Monaten nach dem Eintritt in die gesetzliche Versicherungspflicht erfolgen.

§ 205 Abs. 2 VVG:

„Wird eine versicherte Person kraft Gesetzes kranken- oder pflegeversicherungspflichtig, kann der Versicherungsnehmer binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht eine Krankheitskosten-, eine Krankentagegeld- oder eine Pflegekrankenversicherung sowie eine für diese Versicherungen bestehende Anwartschaftsversicherung rückwirkend zum Eintritt der Versicherungspflicht kündigen. Die Kündigung ist wirksam, wenn der Versicherungsnehmer dem Versicherer den Eintritt der Versicherungspflicht nicht innerhalb von zwei Monaten nachweist, nachdem der Versicherer ihn hierzu in Textform aufgefordert hat, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die Versäumung dieser Frist nicht zu vertreten."

Das bedeutet für Sie, da Sie rückwirkend zum 01. März 2015 gesetzlich pflichtversichert wurden, dass Sie bis zum 31. Mai 2015 bei der PKV hätten kündigen können.

Dass Ihre Pflichtversicherung zu spät erkannt wurde, spielt dabei keine Rolle. Ihre PKV muss daher Ihre rückwirkende Kündigung nicht akzeptieren.

Bedauerlicherweise kann ich Ihnen keine positive Antwort geben.

Ich hoffe, Ihnen dennoch einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 21.09.2015 | 11:20

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