Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.757
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückwirkende Auskunfspflicht für Kindesunterhalt?

| 14.10.2016 07:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Hallo,

mein Ex-Mann zahlt für unsere gemeinsame Tochter (14) Kindesunterhalt Einkommensstufe 3 der Düsseldorfer Tabelle. Ich vermute, dass sein Einkommen höher liegt. Ich habe ihn daher aufgefordert, mir einen Nachweis in Form eines Lohnsteuerjahresausgleichs zu schicken. Daraufhin hat er die Unterhaltszahlung angepasst und zahlt nun Einkommensstufe 4. Einen Nachweis habe ich noch nicht erhalten, der Lohnsteuerjahresausgleich liegt wohl beim Steuerberater und ich bekomme ihn, sobald er wieder zurück ist..

Meine Frage ist nun, ob ich auch rückwirkend eine Auskunft über die letzten Jahre verlangen kann und ob er dann rückwirkend nachzahlen muss, sollte er zu wenig bezahlt haben. Falls ja, über welchen Zeitraum kann ich die Auskunft nachträglich anfordern?

Ich bedanke mich bereits vorab für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Ihre Anfrage beantwortet sich aus § 1613 BGB.

Danach hat der Unterhaltsberechtigte rückwirkend Ansprüche ab dem Zeitpunkt,

"zu welchem der Verpflichtete zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert worden ist, über seine Einkünfte und sein Vermögen Auskunft zu erteilen, zu welchem der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist. "

Da nach Ihrer Schilderung solche Ereignisse in früheren Zeiten nicht erfolgt sind und auch kein Ausnahmetatbestand nach § 1613 Abs. 2 vorzuliegen scheint, besteht kein Anspruch auf Nachzahlung von Unterhalt.

Da die Auskunftspflicht ihrerseits mit der Unterhaltspflicht zusammenhängt, vgl. § 1605 BGB:

"Verwandte ... sind einander verpflichtet, ... Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist"

besteht für die Zeiträume, in denen Unterhalt nicht mehr nachgefordert werden kann, auch keine Auskunftspflicht.


Mit freundlichen Grüßen


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie befinden sich in einer emotional anstrengenden Scheidung oder Trennungsphase, die es einem schwer macht, Luft zu holen?

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 16.10.2016 | 16:00

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und vollständige Hilfestellung, alles bestens. "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 16.10.2016 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64106 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Rechtsanwalt war sehr Kompetent! Er hat mir sehr geholfen. Ich kann ihn nur weiter empfehlen! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles war für mich in Ordnung. Schnell und in einer verständlichen Ausdrucksart. Super - so soll es sein. Danke ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage wurde ausführlich beantwortet und es wurde eine neue Möglichkeit aufgezeigt, diesen "Fall" evtl zu lösen. Vielen Dank dafür ...
FRAGESTELLER