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Rückwirkend Gewerbe anmelden

22.11.2015 21:26 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Hallo,
bis Ende 2014 hatte eine Bekannte von mir ein Gewerbe für mich angemeldet. Sie musste es aus beruflichen Gründen abmelden und ich führte das Gewerbe in 2015 weiter. Ich konnte aber leider kein Gewerbe anmelden. 1997 wurde mir das Gewerbe entzogen, da ich meinen Namen gab für jemanden und daraus diverse Schulden resultierten.
Nun stand die Steuerfahndung vor der Tür. Ist es sinnvoll für dieses Jahr einfach rückwirkend ein Gewerbe anzumelden, die Steuern nachzuzahlen und dann wieder das Gewerbe abzumelden? Ist das dann wie eine Selbstanzeige? Die Rechnungen wurden noch über die alte Steuernummer geschrieben. Wenn ich diese jetzt storniere und anschließend über meine Steuer-Nr. eine neue Rechnung schreibe? Mir wurde geraten eine GmbH zu gründen, in der ich dann im Angestellten-Verhältnis arbeite.
Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage der Gewerbe An- und Abmeldung ist strikt von der Frage der steuerlichen Verpflichtungen zu trennen. Zwar erhält die zuständige Finanzbehörde im Rahmen einer Gewerbeanmeldung eine Mitteilung über die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit, Ihre steuerlichen Mitteilungs- und Mitwirkungspflichten haben jedoch gesondert ggü. der Finanzbehörde zu erfolgen.

Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts sind strafrechtliche Konsequenzen nicht unwahrscheinlich. Ich rate Ihnen an, dringend einen Fachanwalt für Steuerrecht zu konsultieren, der Sie bei der Prüfung durch die Steuerfahndung begleitet und ggf. mit Ihnen gemeinsam zeitnah eine Selbstanzeige einreicht.

Vor einem überhasteten Vorgehen (wie von Ihnen beschrieben) rate ich ab. Vielmehr sollte der vorliegende Sachverhalt konkret anhand Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse unter der Berücksichtigung der bereits ergangenen Bescheide bzw. Mitteilungen der Steuerfahndung erfolgen.

Inwiefern Ihnen nunmehr die Gründung einer GmbH noch helfen soll, erschließt sich mir nicht.

Mir ist durchaus klar, dass Sie die von mir mitgeteilte Anwort nicht unbedingt zufrieden stellt. Aber eine seriöse Anwort kann anhand des geschilderten Sachverhalts nicht übermittelt werden. Dies zumal ein falsches Vorgehen für Ihre Person erhebliche rechtliche Nachteile mit sich bringen kann. Zur Wahrung Ihrer Interessen empfehle ich Ihnen daher, Ihrer Fall in die Hände eines fachkundigen Rechtsanwalts zu geben und jedes weitere Vorgehen mit diesem abzustimmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Gerne können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen um eine weitere Frage zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
Rechtsanwalt

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