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Rücktritt wegen Mangel. Händler will auf Gutschrift des Herstellers warten.

06.02.2009 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag.

Nach intensiver Internetrecherche bin ich immernoch nicht schlauer und wende mich deshalb an Sie.


Ich hab mir im Februar ´08 einen Laptop bei einem großen Elektrofachgeschäft gekauft.
Im Dezember letzten Jahres traten Bildfehler und Abstürze auf, worauf hin ich das Gerät zum Elektrofachgeschäft brachte und Sie es zur Reparatur an den Hersteller schickten.

Das Gerät kam repariert (Mainboard getauscht) plus anderer Macken (ein paar Tasten ging nicht richtig) wieder.
Aber der gleiche Fehler trat 2 Wochen später wieder auf.

Also wieder ab zum Elektrofachgeschäft und das Gerät wurde abermals zur Reparatur eingeschickt.

Das Gerät wurde abermals repariert (Mainboard getauscht, Tasten funktionierten wieder).
Aber dafür gingen andere Tasten nicht mehr und der Fehler ist wieder mehrmals aufgetreten.



Also stand ich heute in besagtem Elektrofachgeschäft, um dem Verkäufer klar zu machen, das ich vom Kauf zurücktreten möchte da das Gerät fehlerhaft und unzuverlässig sei.


Der Verkäufer meinte ich kann vom Kauf nicht zurücktreten da das Gerät schon zu alt sei und ich beweisen müsste das der Fehler von Anfang an bestände.




>Jetzt zum Kernpunkt meines Problems<



<< 1.Frage >>
Ich habe insgesamt 2 Jahre Garantie und 2 Jahre Gewährleistung auf dieses Gerät und laut BGB (nach 2x erfolgloser Reparatur) auch das Recht vom Vertrag zurück zu treten. Oder hab ich da etwas falsch verstanden?

Ich kann doch auch nach der Beweislastumkehr vom Kaufvertrag zurücktreten oder nicht?



<< 2.Frage >>
Nach langer Diskussion meinte er, Er müsse das Gerät zum Hersteller schicken und um Gutschrift bitten.
Erst wenn der Hersteller sein okay gibt, würde das Elektrofachgeschäft eine Gutschrift bekommen und erst dann könnte man "darüber reden" was nun mit meinen Ansprüchen ist?

Ist das rechtens?

Ich habe den Vertrag doch mit dem Elektrofachgeschäft geschlossen und nicht mit dem Hersteller, oder??
Also kann ich doch auch vom Händler das Geld verlangen, oder nicht?


Wenn der Hersteller sagt, Nein, dann hab ich ein Gerät was nur nach gutdünken funktioniert und mir nix bringt. Und ich brauche es beruflich!





<< 3.Frage >>
Wie soll ich jetzt weiter vorgehen.
Auf Rücktritt bestehen, oder einschicken lassen und hoffen das der Hersteller eine Gutschrift gibt.




Schonmal Vielen Dank im Vorraus

mit freundlichen Grüßen

Peter H. aus M.




06.02.2009 | 16:55

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

1.

Bezüglich der Ihnen zustehenden Gewährleistungsansprüche ist zunächst zwischen den gesetzlichen Gewährleistungsansprüchen und der Garantie zu unterscheiden.

Die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche stehen Ihnen gegenüber dem Verkäufer, d.h. dem Elektrofachgeschäft zu und bestimmen sich nach § 437 BGB .

Ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist hierbei entsprechend § 440 BGB nach dem erfolglosen zweiten Nacherfüllungsversuch ohne vorherige Fristsetzung möglich.

Ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist selbstverständlich auch nach Ablauf der halbjährigen Beweislastumkehr des § 476 BGB noch möglich.

Die Grenze hierfür bildet grundsätzlich § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB , wonach die Gewährleistungsansprüche nach zwei Jahren verjähren.

Demnach können Sie grundsätzlich noch vom Kaufvertrag zurücktreten und vom Händler das Geld zurück verlangen. Sie müssten jedoch im Falle eines Prozesses beweisen, dass die Mängel schon bei Übergabe der Kaufsache an Sie vorhanden waren, da die Beweislastumkehr nicht mehr zum Greifen kommt.

2.

Unter einer Garantie versteht man die Zusage, dass ein Gerät über einen gewissen Zeitraum seine Funktionsfähigkeit behält.

Da die Garantie eine über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende, freiwillige Leistung ist, können die Modalitäten der Inanspruchnahme grundsätzlich vollkommen frei gestaltet werden.

Es kann daher in den Garantiebedingungen durchaus geregelt sein, dass der Händler das Gerät zunächst an den Hersteller schicken und eine Gutschrift einholen muss.

Dies kann jedoch an dieser Stelle leider nicht beurteilt werden, da mir die Garantiebedingungen Ihres Gerätes nicht vorliegen.

Demnach kann ich Ihnen angesichts der Tatsache, dass Sie im Falle der Inanspruchnahme Ihrer gesetzlichen Gewährleistungsrechte das Vorliegen des Mangels bei der Übergabe beweisen müssten, leider nur raten, das Angebot des Händlers anzunehmen und für die Zeit des Einschickens an den Hersteller um ein entsprechendes Ersatzgerät zu bitten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

ANTWORT VON

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