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Rücktritt von bhw Darlehensvertrag über 81.000 EUR


08.12.2006 18:06 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe am Samstag , den 25.11.2006 meinen Vertragsentwurf der bhw von der Post abgeholt. Zur Identifikation mußte ich beim sogenannten Post-Id verfahren meinen Ausweis vorlegen.

Im Vertrag steht folgendes:
Vertragsnummer: ...
Darlehensantrag vom 17.11.2006
Vertragsausfertigung vom 22.11.2006

Widerrufsbelehrung:
Jeder Darlehensnehmener kann ... innerhalb einer Frist von zwei Wochen den Vertrag in Textform widerrufen. Die Widerrufsfrist beginnt einen Tag nachdem der Darlehensnehmer ein Exemplar der Widerrufsbelehrung erhalten hat und eine Vertragsurkunde, der schriftliche Darlehensantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Antrages ausgehändigt wurde.

Anmerkung: mein Vermittler hatte Formular ohne mein Wissen und ohne meine Unterschrift ausgefüllt, d.h. das erste Mal, dass ich ein Formular von der bhw in den Händen hatte, war der Samstag, der 25.11.2006.


Die Kündigung habe ich jetzt heute, am 8.12.2006 abgeschickt (per Einwurfeinschreiben, per Email und per Fax).

Frage:
welche Kosten könnten auf mich zukommen.
Wie kann ich nachweisen, dass ich die Widerrufsbelehrung erst am 25.11.2006 erhalten habe. An diesem Tag hatte ich es Schreiben von der Post abgeholt.
Eigentlich kann ich dies nicht nachweisen, ich hätte dies im Darlehensvertrag einfach schriftlich vermerken müssen, d.h. ich hätte das Datum 21.11.2006 durchstreichen müssen, und mein eigenes Datum hinsetzen müssen.


Für Ihre geschätzte Hilfe danke ich herzlich !
08.12.2006 | 19:02

Antwort

von


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81827 München
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt:

Leider haben Sie nicht angegeben, wofür das Darlehen gedacht war, ich gehe daher bei der Beantwortung davon aus, dass es sich um ein Darlehen für private und nicht für gewerbliche Zwecke handelt.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, haben Sie gar keinen Darlehensvertrag abgeschlossen, sondern lediglich einen Vermittler um ein Angebot gebeten, aus dem dann wohl der Ihnen übersandte Vertrag(-sentwurf)resultierte.

Ein Darlehensvertrag bedarf gem. § 492 I BGB der Schriftform,der Abschluss in elektronischer Form ist ausdrücklich nicht möglich. Das heißt, wenn Sie tatsächlich nichts unterschrieben haben, gibt es überhaupt keinen Vertrag und dieser muss dann logischerweise auch nicht widerrufen werden. Der Vertrag wäre also vermutlich überhaupt erst durch Ihre Unterschrift auf dem übersandeten Entwurf zustande gekommen.

Selbst wenn diese Annahme falsch sein sollte, weil Sie doch eine Unterschrift geleistet haben, war Ihr Widerruf aber in jedem Fall fristgerecht, denn Einschreiben gehen erst dann zu, wenn sie tatsächlich bei der Post abgeholt werden, was die Post entsprechend dokumentiert, so dass es auch jederzeit nachweisbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch


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