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Rücktritt von Kauf


| 26.03.2005 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Habe eine Jacke über eBay versteigert.
Die Jacke war neu und ungetragen und auch so in der Artikelbeschreibung von mir ausgelobt.
Jetzt reklamiert der Käufer diese. Er schrieb mich an die Jacke habe zwei große Flecken am Reizverschluß und diverse Gebrauchsspuren wie z.B. eine offene Naht.
Ich habe die Ware in ordentlichen, wie beschriebenen Zustand verpackt und verschickt. Mir ist unerklärlich wie es zu einer solchen Zustandsveränderung gekommen sein soll, zumal es nicht an einer fehlerhaften Zustellung gelegen hat, wie ich vom Käufer erfragt habe. Der Käufer verlangt sein Geld zurück und droht bei ausbleibender Rückzahlung mit rechtlichen Schritten. Normalerweise bin ich bei meinen privaten eBayabwicklungen
sehr kooperativ und kulant, jedoch wiederstrebt mir das in diesem speziellen Fall. Meine, das hier etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht.
Wie soll ich mich verhalten ?
Was habe ich aus rechtlicher Sicht zu erwarten?
Was für Folgen können sich für mich ergeben ?

Danke für die Hilfestellung !

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich kann sich der Käufer der Jacke auf seine Gewährleistungsrechte berufen, wenn er nachweisen kann, daß der Artikel mangelhaft ist. Das Vorliegen eines Mangels durch die von Ihnen genannten Flecken und die offene Naht wird nicht zu bestreiten sein.

Die Beweislast dafür, daß die Jacke beim Versand keine Flecken und keine offene Naht hatte, trifft allerdings Sie. Soweit Sie diesen Beweis erbringen können (ggf. durch einen Zeugen, der bestätigen kann, daß die Flecken beim Verpacken der Jacke nicht vorhanden waren), kann der Käufer keine Ansprüche geltend machen.

Können Sie diesen Beweis jedoch nicht erbringen, spricht zugunsten des Käufers die Vermutung dafür, daß die Mängel bereits bei Gefahrübergang, also der Auslieferung bei der Post, vorhanden gewesen sind. In diesem Fall wird er sich, sofern eine Nachbesserung (Beseitigung der Flecken und der offenen Naht) auf sein Rücktrittsrecht berufen können.

Es kommt also entscheidend darauf an, ob Sie beweisen können, daß Sie Ihrer Vertragspflicht, der Übersendung einer mangelfreien Jacke, nachgekommen sind.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2005 | 15:03

Danke für Ihre Antwort !
Mir stellt sich nun nur die Frage, ob es sogesehen jedem Käufer möglich ist, eine Ware zu Beschädigen etc., um auf diesem Weg eine nicht gefallende Ware wieder los zu werden.
Könnte man also eine Ware erstehen, sie "verunstallten" um dann auf diesem Wege ganz einfach sein Geld zurück zu verlangen..
Die wenigsten Verkäufer werden wohl ohne Zeugen ihre Waren verpacken und versenden...


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2005 | 18:35

Das ist leider wahr, aber die Beweislast für die Erfüllung der Verkäuferpflicht (= Versenden einer unbeschädigten Ware) liegt nun einmal beim Verkäufer.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Bewertung des Fragestellers |


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