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Rücktritt von Hauskaufgebot

| 06.04.2020 03:47 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrter Damen und Herren,

ich habe am 31.3.20 über einen Makler ein Haus besichtigt und am 02.4.20 ein Kaufgebot abgegeben. Mir wurde das nur einmal gezeigt. Auf Grund der jeden Tag düster werdenden Wirtschafts- und Politiknachrichten wegen der Corona Pandemie, habe ich keinen Mut und auch keinen Willen mehr das Haus zu kaufen. Ich habe einfach nur Angst um die Existenz meiner Familie. Meine Frau ist wg. der Pandemie in Kurzarbeit. Ich habe ein Anlageobjekt mit 3 Gewerbeeinheiten und 6 Wohnungen. Ich lebte bisher von netto ca. 3000 € Mieteinnahmen. Nun möchten einige gewerbliche Mieter die Mieten kürzen. Später werden auch normale Mieter an mich wg. Stundung o.ä. an mich herantreten. Jetzt sogar fehlen mir 2500 € monatlich. Ich habe sprichwörtlich ohne den Wirt gerechnet. Ich habe nicht mit solchen raschen Zügen meiner Mieter gerechnet. Ich muss von den Ersparnissen.leben. Deshalb möchte mein Kaufgebot zurückziehen. Noteriell wurde nichts gemacht. Es gab einen Interessenten. Er hat wohl ca. 405.000 € angeboten. Ich habe 421.000 € angeboten.
Ich bekam den Zuschlag. Kann ich vom Vertrag ohne Schadensersatz zurücktreten oder bin ich zum Kauf oder zum Schadensersatz verpflichtet?

Mit freundlichen Grüßen aus Hannover

Guten Morgen,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Vorgesehen war der Abschluss eines Immobilienkaufvertrages, der zu seiner Wirksamkeit notarieller Beurkundung bedarf, vgl. § 311b BGB .

Bis zum Abschluss dieser notariellen Beurkundung kann grundsätzlich jeder Vertragspartner vom Vertrag Abstand nehmen, ohne dass zugunsten des anderen Ansprüche auf Ersatz des Vertrauenschadens entstehen.

Solche Ansprüche, bezogen z.B. auf evt schon entstandene Notarkosten, entstehen nur in ganz besonders strengen Ausnahmefällen dann, wenn eine besonders schwerwiegende Treuepflichtverletzung auf Ihrer Seite anzunehmen wäre.

Nach Ihrer Schilderung ist jedoch davon nicht auszugehen, da Sie lediglich ein Kaufangebot abgegeben haben, und noch keine weiteren, kostenauslösende Maßnahmen eingeleitet wurden.

Von daher können Sie von Ihrem Kaufangebot Abstand nehmen.

Mit freundlichen Grüßen



Bewertung des Fragestellers 08.04.2020 | 04:06

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