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Rücktritt vom Pferdekauf wegen anhaltender Mängel

08.05.2008 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Wir haben im November 2008 ein vierjähriges Springpferd von einem Pferdehändler gekauft. Das Pferd war angeritten und gesund. Beim Reiten stellte sich nach zwei Monaten heraus, dass das Pferd ängstlich war und für eine Hobbyreiterin für Springturniere nicht geeignet ist. Der Händler nahm das Pferd zurück und bot ein anderes Pferd an, das ebenfalls fünfjährig und etwas besser angeritten mit wenig mehr Turniererfahrung hat. Wir haben dafür einen stattlichen Aufpreis bezahlt und das Pferd mitgenommen. Der Händler sagte uns, dass Pferd sei gesund. Als wir das Pferd versichern wollten und vom TA untersuchen liessen, stellte dieser fest, dass es bei der Beugeprobe am Vorderbein lahm geht. Darauf hin, hat der Händler das Pferd zurückgenommen und nun erneut verkauft an einen anderen Kunden. Nun möchte er uns nicht das Geld zurückgeben, sondern einen Ersatz anbieten. Wir möchten aber auf keinen Fall mehr ein Pferd kaufen, da wir mit den beiden Pferden bereits finanzielle Einbussen hatten (Tierärzte, Verzollungen in die CH) und andererseits kein passendes Pferd mehr fanden. Wir haben dem Händler den Vorschlag gemacht, uns das Geld abzüglich seiner Umtriebe zurück zu erstatten. Darauf will er aber nicht eingehen. Er beharrt darauf, dass wir ein anderes Pferd nehmen. Wie sollen wir weiter vorgehen? Er hat nun das Pferd schon weiterkauft und uns Geld hat er auch noch. Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Da das Ihnen verkaufte Pferd mangelhaft war und eine Nachbesserung des Verkäufers nicht Frage kommt, steht Ihnen das Recht des Rücktritts zu. Davon ist entsprechend Ihrer Schilderungen auszugehen, da der Verkäufer auch das Pferd schon zurückgenommen hat.

In Folge des Rücktritts ist der Verkäufer verpflichtet, Ihnen den Kaufpreis zurückzuerstatten.

Daher sollten Sie den Verkäufer anschreiben und unter Hinweis auf den geschilderten Sachverhalt sowie unter Setzung einer angemessen Frist zur Rückzahlung des Kaufpreises aufordern. Als angemessen erscheint in diesem Fall eine Frist von 14 Tagen.

Sollte dieses Vorgehen nicht zum Erfolg führen, können Sie einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen. Sofern die Verzugsvoraussetzungen vorliegen, sind die Rechtsanwaltskosten sodann als Verzugsschaden von Ihrem Schuldner ebenfalls auszugleichen. Im Fortgang erscheint in Ihrem Fall die Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens sinnvoll.

Rein vorsorglich weise ich Sie darauf hin, dass Sie unter Umständen noch einen Anspruch auf Schadensersatz bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen dem Verkäufer gegenüber geltend machen könnten. Für einen abschließende Beurteilung diesbezüglich ist jedoch eine rechtsanwaltliche Begutachtung unerlässlich.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin


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