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Rücktritt vom Autokauf & verleumdende Bewertung


11.11.2006 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
ich habe bei Ebay am 16.09.06 eine Auto versteigert!
Der Käufer hat mich vorher per Mail kontaktiert und einen Preis ausgehandelt - dieser wurde dann per Sofortkauf bei Ebay verifiziert und somit auch (in meinen Augen)vertraglich abgesichert! Nach der Auktion kontaktierte mich der Käufer ein weiteres mal und wollte den Wagen noch am selben Wochenende abholen - bis dahin war auch alles in Ordnung! Dann kam plötzlich eine weitere Mail, dass der Käufer keinen Hänger mehr zum abholen bekommen hat, sich aber die nächste Woche mit mir in Kontakt setzen wollte! Dazu kam es dann aber zunächst nicht mehr! Nach einer Woche ohne Kontakt, habe ich mehrfach versucht den Käufer sowohl über Email zu erreichen - schließlich habe ich Ihn telefonisch erreichen können! Nun sagte mir der Käufer nur,er könnte den Wagen jetzt noch nicht abholen, da sein Vater zu Zeit nicht in der Lage sei, einen Wagen mit Hänger zu fahren! Dies kam mir schon irgendwie merkwürdig vor und darum schlug ich dem Käufer vor, Ihm den Wagen gegen eine Unkostenübernahme liefern! Darauf hin erhielte ich eine Mail, er würde gerne vom Kauf zurück treten und wir sollten die Auktion als einvernehmlich geregelt angeben! Erst als ich Ihn auf seine Verpflichtung als Käufer hinwies, erzählte er mir, sein Vater hätte einen wiederholten Schlaganfall gehabt und da das Auto für genau diesen gewesen sei, sollte ich Ihm Verständnis entgegen bringen! Zu diesem Zeitpunkt war ich mir der Wahrheit seiner Aussage schon nicht sicher, willigte aber ein, auf eigenen Vorschlag des Käufers hin,dass gegen eine Erstattung der bei Ebay entstandenen Kosten, ich den Kauf als erledigt ansehen würde! Trotz mehrmaliger Kontaktversuche danach und auch der Meldung bei Ebay als unbezahlten Artikel, fand kein Ausgleich der Kosten statt, sondern es folge nur eine Reaktion auf meine Meldung bei Ebay, die er es als Frechheit empfinde, dass ich Ihn gemeldet hätte, er einen Anwalt einschalten werde und er mir ja das Geld für die Unkosten erstatten wolle - danach erfolgte keine weitere Reaktion trotz mehrmaliger Kontaktversuche meinerseits per Email! Am 29.10.06 legte ich dann den Streit bei, um meine Verkaufsprovision von Ebay zurück zu erhalten und gab eine negative Bewertung ab, die den Käufer als Kontakt unwillig und unfairen Bieter auswies, mit der Ergänzung, dass er sich auf unschöne Weise herausreden würde! Darauf folgte eine verleumdende Bewertung, er würde "keine defekten Autos kaufen,wo am Tacho gedreht" wäre - als defekt wurde der Wagen verkauft und am Tacho wurde von mir niemals gedreht! Zumal hätte der Käufer das gar nicht feststellen können, ohne den Wagen wenigstens 1 mal in Real gesehen zu haben! Als Ergänzungskommentar in seinem Profil fügte er hinzu:" Als Händler kann ich keine Autos kaufen die stark von der Beschreibung abweichen" Dies steht in meinen Augen auch im Gegensatz zu seiner Aussage, dass er den Wagen privat für seinen Vater hatte haben wollen - denn dies war ja überhaupt der Grund, warum ich mich dazu breit schlagen ließ, den Kaufvertrag zu stornieren, wenn er die Unkosten übernehmen würde - dies ist ja niemals geschehen!

Alle Emails sind noch vorhanden und können zum nachträglichen Situationsverständniss herangezogen werden!

Dieser Käufer hat vor mir auch einen weiteren Wagen erstanden und ist mit dem Verkäufer in ähnlicher Weise verfahren - ich habe auch schon Rücksprache mit diesem gehalten! Eine Beantragung der Bewertungslöschung über Ebay ist nicht möglich und Ebay entzieht sich selbst jeder weiteren Art von Verantwortung oder Haftung, trotz ausgiebiger Schilderung des Sachverhaltes - finde ich übrigens eine Unverschämtheit, wie Ebay die kleinen Verkäufer (über 300 positive Bewertungen, jetzt 2 negative) behandelt!

Nun zu meinen Fragen:
1.Besteht für mich als Käufer, trotz Beilegung bei Ebay und Rückerstattung der Provision, ein weiterer Anspruch auf die Erfüllung des Vertrages? (Streitwert 440€) Wie sehen hier die Chancen aus und wie hoch ist die Gefahr, das ich draufzahle?
2.Ist es sinnvoll und aussichtsreich gegen die Verleumdung vorzugehen!? Stehen hier meine Chancen gut, ein für mich positives Ergebnis zu erzielen? (Streichung der Bewertung und des Kommentars, evtl. Schadensersatz, da ich den Wagen ja auch jetzt nicht weiter verkaufen kann bei Ebay, ohne dass potentielle Käufer durch den Kommentar des Käufers abgeschreckt werden!)

Was würde mich ein juristisches Vorgehen im schlechtesten Falle ungefähr Kosten?

Eine weitere Beauftragung des hier antwortenden Anwaltes im 45...Geb. ist nicht ausgeschlossen!!

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu 1.)
ein Anspruch auf Erfüllung des Vertrages besteht nicht (mehr), da der Kaufvertrag im gegenseitigen Einverständnis aufgehoben wurde. Sie könnten diesen Aufbehungsvertrag anfechten, da Sie über den Aufhebungsgrund arglistig getäuscht wurden. Dann wäre der Kaufvertrag wieder wirksam und er müsste von beiden Seiten erfüllt werden.

zu 2.)eBay löscht negative Bewertungen nicht auf Bitten des Betroffenen hin, da eBay den der Bewertung zugrunde liegenden Sachverhalt nicht kennt und auf Grund des damit verbundenen Aufwandes auch nicht kennen lernen will. Eine Löschung nimmt das Unternehmen nur vor, wenn sich die Parteien gütlich geeinigt haben oder ein offensichtlicher Verstoß gegen § 6 Abs. 3 der AGB vorliegt.

eBay regelt das Bewertungssystem in § 6 seiner AGB. Darin heißt es, dass Mitglieder verpflichtet sind, ausschließlich wahrheitsgemäße Angaben zumachen und die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten hat. Die abgegebenen Bewertungen müssen sachlich gehalten sein und dürfen keine Schmähkritik enthalten. Die Nutzung des Bewertungssystems ist untersagt, wenn unzutreffende Bewertungen abgegeben werden oder wenn in die Bewertung Umstände einfließen, die nicht mit der Abwicklung des zu Grunde liegenden Vertrags in Zusammenhang stehen. EBay kann Bewertungen löschen, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die allgemeinen Geschäftsbedingung oder die eBay-Grundsätze oder geltendes Recht besteht.

Erfolgt eine Löschung durch eBay nicht, ist der Anspruch gerichtlich durchzusetzen. Sie haben einen Anspruch auf Rücknahme des negativen Bewertungskommentars in der Bewertungsplattform des Internetauktionshaus eBay gemäß § 823 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 1004 BGB analog.

Diesen Anspruch haben Sie, da der Bewertungskommentar Sie in Ihrn allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletzt und Ihre wirtschaftliche Belange als Käufer oder Verkäufer bei Teilnahme an Auktionen des Internetauktionshauses eBay verletzt sind. Der Bewertungskommentar stellt eine verbale Beleidigung und Verunglimpfung dar und enthält unwahre Tatsachenbehauptungen.

Der Bewerter ist dann wegen sachlich ungerechtfertigter Beleidigung und unwahrer Tatsachenbehauptung in seinem negativen Bewertungskommentar über Sie sowohl wegen schuldhafter Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, sowie der allgemeinen Handlungsfreiheit, als auch wegen Verletzung seiner vertraglichen Nebenpflichten zum Kaufvertrag aus § 280 I, 249 I BGB verpflichtet, den Bewertungskommentar aus der Internetplattform des Auktionshauses eBay zurückzunehmen bzw. der Löschung zuzustimmen.

Tut der BEwerter dies trotz Aufforderung unter Fristsetzung nich, sollten Sie Ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen.
Gerne vertret ich Sie im PLZ - Gebiet 45...


Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2006 | 16:17

Sehr geehrter Herr Momberger,

vielen Dank für Ihre schnelle und kompetente Antwort! Ich habe inzwischen auch Kontakt zu meinem Verkehrsrechtsschutz aufgenommen und erfahren, dass mir auch von dieser Seite eine Beratung zusteht, welche nicht an die Mandatsvergabe gebunden ist! Ich komme dann ggf. auf Sie zurück!

Ergänzend zu 1.) Eine einvernehmliche Aufhebung des Vertragsverhältnisses hat nicht stattgefunden! Ich habe den Artikel als nicht bezahlt gemeldet und versucht so mit dem Käufer in Kontakt zu treten, da keine weitere Kommunikation,trotz mehrmaliger Versuche,über Email stattgefunden hat! Nach 11 Tagen habe ich die "Kommunikation" beendet: "Die Unstimmigkeiten wegen eines nicht bezahlten Artikels wurden aus folgendem Grund beigelegt: Der Verkäufer hat die Kommunikation mit dem Käufer beendet und eine Gutschrift der Verkaufsprovision beantragt."
Damit habe ich doch nicht den Vertrag gelöst, oder? Zumal hat der Käufer ja nie die Unkosten überwiesen, was ja sein und mein Angebot war zur Vertragslösung! Ob ich mit der Aussage, bezügl. Seines Vaters getäuscht wurde, kann ich nicht bestätigen - es steht aber eindeutig im Widerspruch zu seinem Ergänzungskommentar bei der durch mich abgegebenen Bewertung! Dies müsste dann ggf. nochmal geprüft werden, wenn ich mich für eine Gerichtliche Klärung entscheide!

zu 2.) Habe ich es richtig verstanden, dass die Lage eigentlich sehr eindeutig ist und der Käufer dazu verpflichtet ist, seine unwahre Aussage zu entfernen? Ist es sinnvoll, einen eingeschriebenen Brief mit einer 7 Tage Frist aufzusetzen oder reicht eine Email? Kann ich mich in dem Brief/Mail auf Ihre Antwort berufen?!

Vielen Dank für Ihre Mühe!
Mfg, Thomas

Ergänzung vom Anwalt 13.11.2006 | 17:14

Sehr geehrter Fragesteller,

zu 1.) Aus der Erklärung: "Die Unstimmigkeiten wegen eines nicht bezahlten Artikels wurden aus folgendem Grund beigelegt: Der Verkäufer hat die Kommunikation mit dem Käufer beendet und eine Gutschrift der Verkaufsprovision beantragt." entnehme ich, dass Sie sich gütlich über eine Rückabwicklung geeinigt haben. Ich sehe Ihr Kaufvertragsverhältnis als im beiderseitgen EEinverständis aufgehoben. Anders kann man diese Erklärung kaum verstehen.

zu 2) Das haben Sie richtig verstanden. Entweder der Bewerter lengt ein und bittet eBay die Bewertung rauszunehmen oder Sie müssen ihn verklagen. Sie dürfen sich auf meine Aussage berufen. Zum Thema habe ich einen Artikel unter 123recht.net veröffntlicht. Schicken Sie doch der Gegenseite den Link dazu, dann kann er es sich noch mal in ruhe durchlesen und gut überlegen, was er macht.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de
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