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Rücktritt vom Angebot nach Angebotseröffnung

13.07.2011 09:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


14:19
Wir haben an einer öffentlichen Ausschreibung teilgenommen. Das Angebot wurde abgegeben und nach Angebotseröffnung ist uns aufgefallen, dass es bei der Eingabe der Einheitspreise zu einem Fehler gekommen ist - Zeile verrutscht. Da wir mit diesem Angebot der preisgünstigste Bieter sind, wir aber für diesen abgegebenen Preis das Bauvorhaben nicht durchführen können, möchten und müssen wir vom Angebot zurücktreten. Was gibt es für rechtliche Grundlagen, dass wir vom Angebot zurücktreten können?
13.07.2011 | 11:03

Antwort

von


(525)
Throner Str. 3
60385 Frankfurt am Main
Tel: 069-4691701
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Vorrangig gültig sind die Ausschreibungsbedingungen und vertraglichen Absprachen. Wenn dort zu Kündigung des Auftrags etc. nichts weiteres vereinbart ist gilt folgendes:

Grundsätzlich sind Sie an Ihr Angebot, das Sie bei der Ausschreibung abgegeben haben gebunden.

Eine Ausnahme wäre, wenn der Zuschlag unter Änderungen, Erweiterungen o.ä. erteilt wurde. In diesem Fall werden Sie aufgefordert sich zu entscheiden, ob Sie den Auftrag in dieser Form annehmen.

Wenn Ihnen allerdings der Zuschlag zu dem unveränderten Angebot erteilt wurde ist der Vertrag mit dem Zuschlag wirksam zustande gekommen.

Falls Sie die Arbeiten nicht ausführen machen Sie sich gegenüber dem Auftraggeber schadenersatzpflichtig. Weiterhin könnten Sie unter Umständen bei künftigen Ausschreibungen wegen mangelnder Zuverlässigkeit vom Zuschlag ausgeschlossen werden.

Unter diesen Umständen kann ich Ihnen von einer einfachen Ablehnung des Zuschlags nur abraten. Sie sollten prüfen, ob Sie möglicherweise den Auftrag zu dem genannten Preis ausführen können.

Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie sich um eine einvernehmliche Lösung bzw. Vertragsaufhebung mit dem Auftraggeber bemühen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.
Sie können mich bei weiteren Fragen auch über die Direktanfrage kontaktieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


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Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de



Rückfrage vom Fragesteller 13.07.2011 | 11:12

Es handelt sich hierbei tatsächlich um einen Eingabefehler in einer Position. Der Einheitspreis wurde versehentlich verkehrt eingegeben und bei einer Tonnenzahl von 4.800 t ergibt sich einer Preisdifferenz von 160000,00 €. Das ist vom Materialpreis schon nicht machbar. Würden Sie empfehlen, mit der Vergabestelle in Kontakt zu treten, um die Situation zu klären? Die Angebotseröffnung war gestern.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.07.2011 | 14:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Angesichts der erheblichen Preisdifferenz würde ich Ihnen dringend empfehlen den Kontakt mit der Vergabestelle zu suchen und den Vorgang zu erklären.

Dies ist insbesondere im Hinblick auf zukünftige Ausschreibungen wichtig, damit Sie von Ausschreibungen nicht wegen Unzuverlässigkeit ausgeschlossen werden.
Wenn Sie in dem laufenden Verfahren den Fehler unverzüglich aufklären und sich um eine Einigung bemühen sollte der Irrtum für zukünftige Verfahren unerheblich sein.

Wie erwähnt können Sie jedoch aufgrund des bindenden Vertrages nicht ohne weiteres einseitig kündigen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

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