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Rücktritt des PKW Käufers (privat - privat) mit Forderung, ebay

| 27.08.2013 14:20 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen


Entsprechendes Fahrzeug wurde von mir ordnungsgemäß, mit 10 Bilder über die Ebay plattform angeboten. Beschreibung entsprach den Tatsachen. Fahrzeug ist 20 Jahre alt und hat nachweislich ca. 90000 km gelaufen. (1. Hand) Käufer erwarb dieses für 850,- Euro.
Beim Abholtermin sah sich der Käufer das Fahrzeug nur ca. 1 Min. von aussen an und sagte, dieser würde extrem von der Beschreibung abweichen und wolle vom Kauf zurücktreten.
Es wurden keine Details und Papiere überprüft. Meines Erachtens wollte dieser nur nochmals den Preis drücken.
Ohne den Kauf abschliessen zu können, verlies er unsere Grundstück und fuhr wieder nach Hause. Ich wohne in der nähe von Köln, der Käufer in der nähe von Kiel.
3 Tage später erhielt ich ein Einschreibebrief, in dem der Käufer mich aufforderte, seine entstandenen Kosten (ca. 400,- € für Leihfahrzeug, Benzinkosten, Autoschilder, Versicherung, ect.) aufgrund extremer Abweichung der Fahrzeugbeschreibung zu bezahlen, ansonsten wird er den Anwalt einschalten. (Frist 01.09.13) Dies habe ich natürlich abgelehnt mit der Begründung, das das Fahrzeug ordnungsgemäß beschrieben war und ausserdem ein Kaufvertrag zustande gekommen ist.
Meine Frau und ich sind über diese Vorgehensweise echt entsetzt und bitten daher um schnellstmögliche Rückinformation.

-- Einsatz geändert am 27.08.2013 14:25:40

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben mit dem Käufer einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen, sodass der Käufer auch verpflichtet ist, das Auto abzunehmen und Ihnen den Kaufpreis zu zahlen.

Der Käufer könnte nur dann vom Vertrag zurücktreten, wenn Sie einen Mangel arglistig verschwiegen hätten. Wenn Sie aber alle Angaben korrekt gemacht haben, dann kann sich der Käufer hierauf auch nicht berufen. Zudem hat der Käufer offensichtlich nicht einmal ansatzweise dargelegt, worin die Abweichungen bestehen.
Die von dem Käufer geltend gemachten Kosten müssen Sie nicht begleichen. Zum einen wären diese Kosten auch dann entstanden, wenn die Abwicklung der Kaufes reibungslos erfolgt wäre, zum anderen liegt der Umstand, dass der Pkw noch immer auf Ihrem Grundstück steht, allein im Verschulden des Käufers.

Die Forderung haben Sie daher richtigerweise zurückgewiesen. Sie sollten den Käufer unter Fristsetzung zur Zahlung des Kaufpreises und Abnahme des Fahrzeuges auffordern. Eine Frist von zwei Wochen ist hierbei ausreichend. Zahlt der Käufer nicht, sollten Sie erwägen Klage zu erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Weise, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2013 | 06:52

Hallo,
vielen Dank für die Information.
Da dieser Käufer ja vom Kaufvertrag zurückgetreten ist, habe ich den Wagen erneut in Ebay eingestellt und verkauft. Dieser wird Samstag abgeholt. Ist dies so i.O. oder muss ich mit Schwierigkeiten rechnen. Auf den Verkauf an den ersten Käufer bestehe ich nicht. Möchte aber auch keine weiteren Schwierigkeiten haben und schon garnicht die Reisekosten von ihm bezahlen.
Denken Sie das dies so in Ordnung ist?
Mit Dank im voraus,
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2013 | 15:54

Soweit der erste Käufer den Pkw nicht will, dürfte es keine Schwierigkeiten geben. Rein rechtlich verhält es sich jedoch so, dass ein Rücktrittsrecht des ersten Käufers nicht bestand. Daher können dann Schwierigkeiten auftreten, wenn der Käufer nun doch den Pkw verlangt. Da Sie diesen verkauft haben, können Sie nicht mehr liefern.

Die Reisekosten müssen Sie nicht erstatten. Diese wären auch dann angefallen, wenn der erste Käufer den Pkw mitgenommen hätte, sodass dies sog. "sowieso-Kosten" darstellen, die nicht ersetzt verlangt werden können. Zudem hat der erste Käufer die Kosten für das Leihfahrzeg selbst verschuldet, indem er den Vertrag nicht erfüllt hat, sodass Sie nicht dafür haften müssen.

Soweit in der Sache weiterer Handlungsbedarf besteht, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 29.08.2013 | 06:50

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