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Rücktritt aus Erbengemeinschaft

| 26.05.2009 22:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Situation:

Die Erblasserin übertrug noch zu Lebzeiten ein 2-Familienhaus (Baujahr in den 50iger Jahren) mit dazugehörigem Grundstück (Vorgarten und Garten) zu gleichen Teilen an ihre beiden Kinder. Sie behielt Wohnrecht bis zu ihrrem Tode. Der Sohn wohnte bereits im Haus, kümmerte sich um die Mutter und das Anwesen. Nach ihrem Tod bezog die Tochter die freigewordene Wohnung der Mutter. Die Tochter hat 2 erwachsene Kinder, die nicht mehr im Haushalt leben, der Sohn ist kinderlos. Das Zusammenleben der Geschwister im gemeinsamen Eigentum führt immer wieder zu Problemen. Der Sohn ist mit dieser Situation unzufrieden und möchte aus dieser Erbengemeinschaft zurücktreten.

Fragen:

Ist ein Ausscheiden rechtlich möglich und welche ersten Schritte sind zu veranlassen?

Muss die Schwester den Bruder auszahlen?

Was ist zu tun, wenn die Schwester weder einer Auszahlung noch einem Verkauf zustimmt und welche Folgen können daraus entstehen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:


Zu 1.) Ist ein Ausscheiden rechtlich möglich und welche ersten Schritte sind zu veranlassen?


Ja, es besteht zunächst die Möglichkeit, mit Einverständnis der anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft aus der Erbengemeinschaft auszusteigen.

Sollte keine einvernehmliche Regelung gefunden werden können, so kann die Erbengemeinschaft auch gegen den Willen des/der anderen Miterben aufgelöst werden.

Eine solche „zwangsweise“ Erbauseinandersetzung würde im Rahmen einer gerichtlichen Erbauseinandersetzungsklage erfolgen. Klageberechtigt wäre grundsätzlich jeder Miterbe, der die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft wünscht. Eine solche Auseinandersetzung ist im Grundsatz auch zu jedem Zeitpunkt möglich.


Zu 2.) Muss die Schwester den Bruder auszahlen?


Grundsätzlich besteht kein Rechtsanspruch des Bruders gegen seine Schwester sich einen Geldbetrag in Höhe des Erbteils des Bruders auszahlen zu lassen.

Insoweit wäre es aber möglich und um Anwalts- und Gerichtskosten möglichst zu vermeiden, eine einvernehmliche Regelung zu finden.

Würde sich die Schwester also endgültig verweigern, den Bruder auszuzahlen, so könnte der Bruder die bereits oben genannte Erbauseinandersetzung einfordern mit dem Ergebnis, dass teilbare Vermögenswerte (etwa Geld) geteilt werden müssten und unteilbare Gegenstände (zB. Das Hausgrundstück) zwangsversteigert würden, damit dann der Erlös aufgeteilt werden könnte.


Zu 3.) Was ist zu tun, wenn die Schwester weder einer Auszahlung noch einem Verkauf zustimmt und welche Folgen können daraus entstehen?


Diese Frage habe ich eigentlich schon weitestgehend unter 2. beantwortet. Der Bruder könnte also die Erbauseinandersatzung verlangen und die gerichtliche Versteigerung des Grundstücks und anschließende Aufteilung des Erlöses verlangen.

Hierdurch würden eventuell Anwalts- sowie Gerichtskosten entstehen, wie bereits angedeutet.

Im Ergebnis sollte der Bruder stets an die Vernunft der Schwester appellieren. Denn selbst wenn es bezüglich der Auseinandersetzung Differenzen geben mag, haben beide doch einen gemeinsamen Nenner und zwar möglichst Anwalts - sowie Gerichtskosten zu sparen bzw. ganz zu vermeiden.

Daher sollte solange es geht das Gespräch gesucht und erst als letztes Mittel anwaltliche und zuletzt gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Auch stehe ich Ihnen sehr gerne für eine weitergehende Interessenvertretung zur Verfügung. Den hier im Forum geleisteten Erstberatungsbetrag würde ich Ihnen im Fall einer Beauftragung in voller Höhe anrechnen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen restlichen Dienstagabend!


mit freundlichem Gruß

Dipl.-jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax 0471/3088316

Bewertung des Fragestellers 02.06.2009 | 20:47

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