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Rücktritt Hauskauf


22.07.2007 22:01 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Ich habe am 17.07. den Kauf eines Hauses (Bj. 1732) beim Notar unterschrieben und den Gebäudeschlüssel bereits jetzt ausgehändigt bekommen.

Wesentliche Klausel des Vertrages: "Die Verkäufer haften nicht für eine bestimmte Größe, Güte oder Beschaffenheit des Gebäudes".

Heute am 22.07. stellt sich heraus, dass die Fachwerkrückwand des Gebäudes so verfault ist, dass dieses einsturzgefährdet ist.

Die Rückwand war aufgrund des eng stehenden Nachbargebäudes und zwei verschlossener "Schluchttüren" nicht einsehbar.

GIBT ES IRGEND EINE CHANCE VOM KAUFVERTRAG ZURÜCK ZU TRETEN ???

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Sehr geehrter Fragesteller,

bei einem grundsätzlich wirksamen Ausschluss für Sachmängel kann sich eine Haftung und als Folge davon ein Rücktrittsrecht nur ergeben, wenn der Verkäufer sie arglistig getäuscht oder eine Zusicherung abgegeben hat. Aus Ihren Angaben ergibt sich nicht, dass über den Zustand des Hauses besonders gesprochen wurde, so dass eine Zusicherung nicht angenommen werden kann und bei dem Alter des Hauses wohl auch nicht zu erwarten ist.

Möglich wäre daher nur eine arglistige Täuschung in der Form, dass der Verkäufer Ihnen einen Mangel verschwiegen hat. Dies kann von hier aus nicht abschließend bewertet werden. Voraussetzung wäre aber in jedem Fall, dass der Verkäufer Kenntnis von einem Mangel hätte, was aufgrund der Örtlichkeit und fehlender Möglichkeit der Sichtkontrolle wohl eher unwahrscheinlich ist und in einem Prozess nur schwer zu beweisen wäre

Aufgrund dessen sind Ihre Chancen wohl eher gering. Für eine umfassendere Beratung wäre die Einsichtnahme in die Unterlagen notwendig.


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Wolfram Siemens, LL.M (U.S.A)
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2007 | 21:24

Sehr geehrter Herr Dr. Siemens,

Dank für Ihre rasche und recht klare Antwort.

Die Mängel stellten sich heraus, beim Entfernen der Wand- und Deckenverkleidung innenseitig des Gebäudes also zur erwähnten einsturzgefährdeten Fachwerk - Rückwand.

Die Installationen (Wandverkleidung, Steckdosen, Schalter, Lampen+Trafos)geben eindeutig Aufschluss darüber, dass diese von 1997 stammen. Diese "Neuinstallationen" haben statt gefunden, weil eine weitere darunter befindliche sehr viel ältere Wandverkleidung sich aufgrund von Balkenschwund extrem stark nach innen beulte.

Dem Verkäufer gehört das Gebäude mindestens 10 Jahre, müsste ich noch detailliert klären. Er selber hat nie in dem Gebäude gewohnt.

Meine Fragen: 1. Ist mit diesen Angaben Arglistigkeit
nachzuweisen?
2. Ihre persönliche Tedenz.
Mit den Konseqenzen leben?
oder
verhältnismäßig gute Chancen?

Mit freundlichen Grüßen


G.Brandt

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.07.2007 | 12:03

Sehr geehrter Fragesteller,

ich verstehe Ihre Angaben so, dass die ältere Wandverkleidung bei den Neuinstallationen nicht berührt wurde. Dies ließe daher nicht den eindeutigen Schluss zu, dass der Verkäufer Kenntnis vom Zustand der Fachwerkmauer hatte. Weiter ist zu beachten, dass eine erhebliche Verschlechterung auch erst in den letzten zehn Jahren stattgefunden haben könnte.

Abschließend kann ich Ihnen aus Erfahrung nur sagen, dass die Durchsetzung von Ansprüchen wegen einer arglistigen Täuschung gerade beim Verschweigen von Mängeln bei einem Hauskauf sehr problematisch ist. Eine Kontaktaufnahme beim Verkäufer kann aber dennoch unternommen werden, denn möglicherweise können aus seiner Reaktion weitere Anhaltspunkte gewonnen werden.


Mit freundlichen Grüßen


Dr. Wolfram Siemens, LL.M (U.S.A.)
Rechtsanwalt

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