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Rücktritt Erster Vorsitzender und Vorstandsmitglied aus Vereinsvorstand

| 14.03.2018 09:54 |
Preis: 80,00 € |

Vereinsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Niederlegung des Amtes des 1. Vorsitzenden des Vorstandes eines Vereins

Meine Frau (Vorstandsmitglied) und ich (Erster Vorsitzender) möchten mit sofortiger Wirkung von unseren Ämtern zurücktreten. In der Vereinssatzung ist so ein Fall nicht geregelt, also gelten vermutlich die gesetzlichen Bestimmungen. Eine reguläre jährliche Mitgliederversammlung findet an diesem Wochenende statt, der Vorstand ist aber laut Satzung für drei Jahre gewählt und unsere Amtsperiode ist noch nicht zu Ende.

Auch mit unserem Rücktritt bleibt der Verein zumindest theoretisch handlungsfähig, weil es einen Restvorstand und einen zweiten Vorsitzenden gibt. Wir sind also der Meinung, dass unsere Rücktritte nicht "zur Unzeit" kommen.

Unsere Frage lautet: Reicht der untenstehende Text als schriftliche Rücktrittserklärung aus, bzw. welche Änderungen sind notwendig?

"Hiermit legen wir, XXXXX und YYYYY, aus wichtigen Gründen ab sofort alle unsere Ämter im Vorstand des Vereins nieder. Wir sehen zwischen uns und der Geschäftsführung solche gravierende Meinungsverschiedenheiten, dass das Vertrauensverhältnis zerrüttet ist. Hinzu kommt, dass sowohl eine Überforderung durch eine verstärkte berufliche Anspannung und als auch gesundheitliche Probleme in der vergangenen Woche so an Intensität gewonnen haben, dass wir uns nicht mehr in der Lage sehen, unseren Aufgaben im Vorstand gerecht zu werden.".

Für eine Meinung dazu wären wir sehr dankbar.


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ich habe ein entsprechendes Schreiben erstellt und hier eingestellt. Bitte nehmen Sie die Amtsniederlegung jeweils mit getrennten Schreiben vor und lassen sich den Empfang auf einer Zweitschrift quittieren.

2. Die Amtsniederlegung muss zwar nicht schriftlich erfolgen, wenn die Satzung hierzu nichts vorsieht, ist aber aus Beweisgründen zu empfehlen.

3. Die Amtsniederlegung kann grundsätzlich jederzeit erfolgen und ist gegenüber einem Vereinsorgang (Vorstandsmitglied) zu erklären).

4. Wenn noch andere Vorstandsmitglieder vorhanden sind, sehe ich in der sofortigen Amtsniederlegung keine Niederlegung zur Unzeit, zumal eine Niederlegung zur Unzeit nicht automatisch unwirksam ist.

5. Da die Mitgliederversammlung zeitnah stattfindet hat der Vereinsvorstand zudem die Möglichkeit einen neuen Vorstand zu bestimmen, bzw. eine Übergangslösung vorzunehmen.

6. Anbei mein Musterschreiben:


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als 1. Vorsitzender des Vorstandes des Vereins (Vereinsnamen) aus wichtigen Gründen und lege meine Ämter im Vorstand des Vereins (Vereinsname) mit sofortiger Wirkung nieder.

Die zwischen mir und der Geschäftsführung bestehenden Meinungsverschiedenheiten haben das Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert, so dass eine Fortführung meins Amtes als 1. Vorsitzender des Vorstandes bis zum Ablauf der Amtszeit nicht möglich und zumutbar ist.

Im weiteren führt die verstärkte berufliche Anspannung dazu, dass ich die Funktion als 1. Vorsitzender des Vereins nicht mehr mit der erforderlichen Intensität führen und ausfüllen kann.

(Wenn zutreffend, ansonsten löschen:)

Die mir überlassen Unterlagen und Gegenstände des Vereins werde ich umgehend zurückgeben. Bitte veranlassen Sie die Löschung meines Funktion als 1. Vorsitzender des Vereins im Vereinsregister.

Mit freundlichen Grüßen Schreiben erhalten:

Name als 1. Vorsitzender des Vereins

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.03.2018 | 21:46

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"Tausend Dank Herr RA Schröter. Ihr Entwurf war sehr hilfreich. Genauso haben wir es gemacht."
Stellungnahme vom Anwalt: