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Rückstand Autokredit, Inkasso, Auto abschleppen?

11.10.2010 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 3 meiner Autoraten bei meiner Autobank nicht mehr zahlen können (Gesamtschuld 527 Euro). Die Santander Bank hat daraufhin ein Inkassounternehmen beauftragt. Dieses Unternehmen hat mehrmals in der Woche in meiner Nachbarschaft geklingelt und sämtliche Informationen über mich und mein Privatleben erfahren.

Von der Sanstander Bank habe ich lediglich ein Schreiben mit der Forderung in Höhe von 527 Euro erhalten, nicht aber eine Forderung des Inkassounternehmes, dass von mir nun 350 Euro zzgl. 30 Euro Bearbeitungsgebühren haben möchte.
Die Gesamtforderung der Santander Bank habe ich gezahlt, dass Inkassounternehmen nicht. Diese unseriöse Unternehmen ruft mich fast täglich auf Handy und Festnetz an und droht mir mit der Abschleppung des Autos und ggf. weitere Maßnahmen gegen mich einzuleiten, sollte ich die Inkassogebühren nicht zahlen. Ab heute gibt er mir noch 7 Tage Zeit. Das Geld habe ich nicht, da ich arbeitslos geworden bin.

Ein schriftliches Dokument bzw. "Rechnung" über die 350 Euro erhalte ich von dem Inkassounternehmen erst wenn ich gezahlt hätte, vorab nicht. Allerdings habe ich eine Kopie des angeblichen Schreibens von der Santander an dieses Inkassounternehmen gesehen, worin stand, dass bei Nichtzahlung das Auto eingezogen werden kann.

In Kopie des Schreibens:
Auftragsziel:
Forderungsausgleich oder Sicherstellung des Fahrzeuges

Zahlungsfrist:
29.09.2010

Als Forderung wurden neben der Bearbeitungsgebühr und der Hauptforderung das (Inkasso-) hornorar (Forderungsausgleich) in Höhe von 351,05 Euro angegeben.

Die Santander Bank hat mich bisher nicht aufgefordert, dass Auto abzugeben oder die noch offenen Gebühren an das Inkassounternehmen zu zahlen. Lediglich den Erhalt meiner Zahlung in Höhe von 527 Euro hat diese bestätigt und geschrieben: "Sollte noch ein Betrag offen sein, so wenden Sie sich an das Inkassounternehmen."

Die Raten werden nun wieder regelmäßig an die Santander gezahlt.


Meine Fragen:
1.
Muss ich die Inkassogebühren zahlen, da ich bisher keine Mahnung von der Santander und auch keine Mahnung über die 351,05 Euro von dem Inkassounternehmen erhalte habe?

2.
Kann das Auto tatsächlich von dem Inkassounternehmen von heute auf morgen abgeschleppt werden?

3.
Wenn nein und es passiert trotzdem? Wie kann ich mich wehren?


Ich rechne täglich damit, dass mein Auto nicht mehr vor meiner Haustüre steht. Ebenso habe ich als alleinstehende Frau Angst, dass dieser Mann mich und meine Nachbarschaft weiterhin belästigt und droht.

Wie kann ich mich vor dieses kriminellen Vorgehensweise des Inkassounternehmens wehren?

Mit freundlichen Grüßen
N. R.

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Fragen ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

1.
Muss ich die Inkassogebühren zahlen, da ich bisher keine Mahnung von der Santander und auch keine Mahnung über die 351,05 Euro von dem Inkassounternehmen erhalte habe?


Da Sie mit den Raten in Verzug waren, müssen Sie auch die Verzugskosten tragen. Allerdings sind diese hier viel zu hoch. Obergrenze sind die Sätze des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Diese wären hier 78,50 Euro einschließlich Postpauschale netto.


2.
Kann das Auto tatsächlich von dem Inkassounternehmen von heute auf morgen abgeschleppt werden?

Massgeblich wäre hier in erster Linie Ihr Leasingvertrag für die Beurteilung. Da aber keine Raten rückständig sind, kann aufgrund der überhöhten Inkassokosten jedenfalls ohnehin nicht abgeschleppt werden.



3.
Wenn nein und es passiert trotzdem? Wie kann ich mich wehren?

Sie müssten es per Drohung verbieten bzw. per einstweiliger Verfügung untersagen.


Sie könnten die Inkassofirma wegen Nötigung anzeigen.


Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl vor Ort prüfen lassen.


Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 11.10.2010 | 17:39

Sehr geehrter Herr Zürn,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wie soll ich mich jetzt Verhalten?
Soll ich Ihre Info z.B. zu hohe Inkassokosten an das Inkassounternehmen weitergeben?

Die Drohung (Abschleppung des Autos?) bzw. einstweilige Verfügung mache ich wie? (Schreiben an das Inkassounternehmen/Sanstander ?)

MfG
N. R.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.10.2010 | 08:19

Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Information würde ich insbesondere - neben Inkassofirma – auch der Bank mitteilen. Die können ja schließlich jederzeit ihren Auftrag an die Inkassofirma zurücknehmen.

Ich würde auch beiden gerichtliche Schritte androhen, insbesondere die Bank zur Rücknahme des Auftrags auffordern und dabei mitteilen, dass Sie sich vom Inkassounternehmen genötigt fühlen.

Hilft das nicht schnell, kann ich Ihnen nur raten, einen Anwalt vor Ort zu beauftragen.

Die einstweilige Verfügung könnten Sie selbst beim zuständigen Amtsgericht zu Protokoll der Geschäftsstelle beantragen. In gewissem Umfang ist man Ihnen dort auch bei der Formulierung behilflich oder Sie beauftragen einen Kollegen vor Ort.

Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls müssten Sie nochmals melden.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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