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Rückständige MIETE


25.02.2005 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



wir haben heute eine 2 wöchige raümungsklage erhalten vom Vermieter. Da wir uns mit 2 nicht aufeinanderfolgenden Miten in Rückstand befinden. Durch die Arbeitslosigkeit meines Mannes in Zahlungsschwierigkeiten gekommen. nach Rückstand der Miete im Mai 2004, haben wir unsern Vermieter um Ratenzahlung gebeten, was aber abgelehnt wurde. Das gäbe es bei dieser Wohnungsgesellschaft nicht. Wir sind schon seit 1991 Mieter in dieser Wohnungsgeselschaft und haben bisher immer unsere Miete bezahlt. Wir haben ein Termin bei unser Bank um die Mietschulden auszugleichen. Kann uns unser Vermieter soo kursfristig vor die Tür setzten??? Wir haben 2 Kinder. Und können wir die fristlose kündigung durch zahlung abwenden ??
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist Ihr Vermieter aufgrund des geschilderten Mietrückstandes zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt, § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB.

Sie werden also sicherlich keine "2 wöchige Räumungsklage" erhalten haben, sondern eine fristlose Kündigung mit der Aufforderung, die Wohnung binnen 14 Tagen geräumt herauszugeben.

Ziehen Sie nicht aus, kann der Vermieter Räumungsklage beim Amtsgericht einreichen und nach entsprechendem Urteil des Gerichts die Zwangsvollstreckung durchführen lassen. Das bedeutet, daß er mit einem Urteil des Amtsgerichts, welches Sie zur Räumung verpflichtet, einen Gerichtsvollzieher mit der Räumung beauftragen kann.

Ohne ein vorheriges Urteil kann ihr Vermieter Sie nicht vor die Tür setzen.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie aber die Erhebung der Räumungsklage nicht abwarten. Gleichen Sie den Mietrückstand innerhalb von 2 Monaten nach Zustellung der Räumungsklage aus, wird die Kündigung nach § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB unwirksam und der Vermieter kann dann auch keine Räumung mehr verlangen.

Sie müssten dann aber die Kosten des Klageverfahrens tragen, so daß ich Ihnen empfehle, noch vor Erhebung einer solchen Klage die Mietschulden auszugleichen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt
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