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Rücksendekosten Garantie


03.11.2004 20:56 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall:
Kunde kauft Produkt, nach 6 Monaten werden von 4 Stück 2 Stück defekt. Fehlerursache ist nicht 100%ig geklärt und kann auch an falschem Betrieb beim Kunden liegen (eher wahrscheinlich). Dies ist aber nicht wichtig, dem Kunden wird die Ware getauscht, das stellt kein Problem dar.

Nur wie verhält es sich mit den Versandkosten?
Hinsendekosten?
Rücksendekosten?

1 Kunde privater Natur
Die Rücksendekosten werden standardmäßig übernommen, jedoch wie verhält es sich mit den Hinsendekosten? Müssen diese erstattet werden? Im Endeffekt werden die Fahrkosten ja z.B. von einem Elektronikkonzern/Kaufhaus auch nicht erstattet, wenn ein Artikel auf Garantie eingereicht wird. Welches Verfahren wäre hier rechtlich korrekt?

2 Kunde Geschäftsmann
obiger Fall, wie verhält es sich hier mit der Kostenübernahme?

Und noch eine zusätzliche Frage: Kunde reklamiert (Geschäftsmann) per eMail, bekommt als AW, dass er die Ware frei einsenden soll. Wenige Tage später kommt per TNT-Kurier die Ware, wird getauscht, obwohl kein Defekt vorlag, die Prüfung war erfolgreich. Jedoch wurde der Einfachkeit halber die Ware getauscht und kostenlos zurückgeschickt. Nach 2 Wochen kommt von TNT eine Rechnung, in der erklärt wurde, dass der Absender angab, dass der Empfänger den Versand bezahlt. Es wurde per Express bezahlt, Warenwert des "defekten" Artikels: 20 EUR, Versandkosten TNT 35 EUR. Wie verhält es sich hier? Handle ich korrekt, wenn ich die Zahlung der unsachgemäßen 35 EUR nicht übernehme?



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Wird in Erfüllung der geetzlichen Gewährleistungspflichten eine Nacherfüllung vorgenommen, etwa durch Lieferung einer mangelfreien Sache, treffen den Verkäufer die notwendigen Aufwendungen, insbesondere auch die Transportkosten. Dies umfaßt sowohl die Hinsende- wie die Rücksendekosten. (Dies gilt i.ü. auch für den Hersteller, solange es sich um eine gesetzliche Gewährleistung und nicht nur um eine vertraglich eingeräumte Garantie handelt).

Stehen die Transportkosten außer Verhältnis zum Wert der Sache, verbleibt Ihnen nur die Möglichkeit, auf die Einsendung zu verzichten. Hinsichtlich des TNT-Kuriers ist allerdings eine Einschränkung zu machen: Erstattungspflichtig sind nur die **erforderlichen** Transportkosten, also die Kosten etwa für ein Post/DHL-Paket, nicht aber auch die darüber hinaus gehenden Kosten, die durch die nicht mit Ihnen abgesprochene Einschaltung eines Kurierdienstes entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.11.2004 | 23:16

Zu 2 nochmals:

D.h. es müssen hier nur die normalen Paketkosten übernommen werden, d.h. DHL ist allgemein zugänglich und gebräuchlich, oder? Darf dies als fixe Referenz angenommen werden?

Zu 1 nochmals:
D.h. der Kunde hat durch den Onlinekauf den Vorteil bei einem Defekt die Ware kostenlos zurücksenden zu können? D.h. dies steht im Gegensatz zu einem Kauf im Ladengeschäft, da hier weder Fahrt-noch sonstige Kosten erstattet werden, korrekt?

Und die allerletzte, abschließende Frage: Müssen unfreie Sendungn angenommen werden oder können diese generell verweigert werden. Die Versandkosten werden in gerechtfertigten Garantiefällen immer erstattet, jedoch immer erst nach Prüfung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.11.2004 | 12:54

>>D.h. es müssen hier nur die normalen Paketkosten übernommen werden, d.h. DHL ist allgemein zugänglich und gebräuchlich, oder? Darf dies als fixe Referenz angenommen werden?

Ja. Darüber hinaus gehende Kosten für Kurierpost etc. muß nicht bezahlt werden, es sei denn, dies wäre zuvor mit Ihnen abgesprochen gewesen.

>>D.h. der Kunde hat durch den Onlinekauf den Vorteil bei einem Defekt die Ware kostenlos zurücksenden zu können? D.h. dies steht im Gegensatz zu einem Kauf im Ladengeschäft, da hier weder Fahrt-noch sonstige Kosten erstattet werden, korrekt?

Nicht ganz. bei einem Kauf im Geschäft kann der Kunde auch die Fahrtkosten etc. erstattet verlangen.

>>Und die allerletzte, abschließende Frage: Müssen unfreie Sendungn angenommen werden oder können diese generell verweigert werden. Die Versandkosten werden in gerechtfertigten Garantiefällen immer erstattet, jedoch immer erst nach Prüfung.

Das Gesetz sieht nur eine Erstattung vor, nicht aber bereits die Vorlage von Kosten. Daher müssen unfreie Pakete nicht angenommen werden (es sei denn, dies wäre vorher mit Ihnen vereinbart worden).

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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