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Rückschnitt würde Hecke zerstören - trotzdem forderbar ?

| 27.06.2016 22:10 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Rückschnitt einer Hecke an der Grundstücksgrenze

Die Hecke unseres Nachbarn ist zu dicht an die Grenze gepflanzt. Dadurch entsteht das Problem, daß durch den Überhang von der ohnehin nicht sehr breiten Einfahrt (3 m) nur noch 2,50 - 2,70 m Breite übrig bleiben, auf der gesamten Länge der Einfahrt von rd. 20 m. Allerdings steht die Hecke schon mindestens 30 Jahre, eine Forderung, die Hecke zu entfernen, wäre also sinnlos. Ich habe aber gelesen, daß der Anspruch auf einen korrekten Schnitt der Hecke (bis zur Grenze) nicht verjährt. Wie sieht es aber aus, wenn durch diesen Rückschnitt die Hecke praktisch zerstört würde, der Schnitt würde ja aufgrund des nicht eingehaltenen Grenzabstandes bis ins alte Holz gehen und die Hecke nicht mehr austreiben können.
Ist der Nachbar trotzdem dazu verpflichtet, die Hecke bis zur Grenze zurückzuschneiden ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Der Rückschnitt einer Hecke auf die Grundstücksgrenze richtet sich § 910 BGB .

So können Sie überwachsende Zweige und auch Wurzeln zurückschneiden, wenn diese über die Grenze wachsen und eine tatsächliche Beeinträchtigung der Grundstücksnutzung vorliegt.

Eine tatsächliche Beeinträchtigung liegt vor, wenn Sie Ihr Grundstück aufgrund des Überwucheses nicht uneingeschränkt nutzen können.

Diese tatsächliche Beeinträchtigung ist nach Ihren Vorgaben erfüllt, da die Einfahrt in voller Breite zu nutzen ist und die Einwachsung durch die Hecke Sie unnötig beeinträchtigt und auch Schäden bei der Zu- und Abfahrt verursachen kann.

Auf eine mögliche Zerstörung der Hecke kommt es dabei nicht an.

2. Ein Rückschnitt nach dem jeweils geltenden Nachbarschaftsgesetz gilt hierbei lediglich in der Höhe. Danach sind Hecken, die bis zu 50 cm an die Grenze gepflanzt wurden in der Regel auf zwei Meter Höhe zurückzuschneiden.

3. Bevor Sie einen Rückschnitt vornehmen, muss dem Nachbarn eine angemessene Frist zur Beseitigung des überwachsenden Teils der Hecke gesetzt werden. Der Rückschnitt darf zudem nur bis zur Grenze erfolgen und nicht bis zum Heckenstamm.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 28.06.2016 | 22:13

Stimmt meine o.g. Aussage, daß ich den Rückschnitt bis zur Grenze jederzeit einfordern kann oder erlischt dieser Anspruch, wenn man einige Jahre den Zustand so akzeptiert hat ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.06.2016 | 10:41

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Der Anspruch auf Rückschnitt kann jederzeit eingefordert werden. Ein Erlöschen des Anspruches tritt nicht ein, außer dies wurde ausdrücklich vereinbart.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.06.2016 | 22:28

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