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Rückschnitt von Bodendecker


20.11.2006 11:20 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

angrenzend an unser Grundstück befand sich seit mehr als 20 Jahren ein brach liegendes Grundstück, dass mitten im Wohngebiet der Vegetation frei überlassen blieb. Entsprechend befanden sich Pflanzen, Sträucher und Hecken auf diesem Grundstück.
Um unser Grundstück einigermaßen vor diesem Wildwuchs zu schützen, haben wir seinerzeit in den Hang zum Nachbargrundstück hin Bodendecker gepflanzt. Diese Pflanzen wuchsen in der Zwischenzeit über den Grenzzaun und wuchs zum Teil in das Nachbargrundstück hinein. Wie gesagt, das hat 20 Jahre niemanden gestört und wir hatten einen entsprechenden Schutz gegen die Verwilderung.

Seit ca. 5 Monaten haben sich zwei Erben des Grundstücks daran gemacht, das Grundstück zu rekultivieren. Man trat an uns heran und fragte nach, was wir gedenken, mit den Bodendeckern zu tun. Ich habe pragmatisch die über die Grundstücksgrenze hinausgewachenen Pflanzenteile abgeschnitten. Nun verlangen unsere Nachbarn, dass wir auch die Wurzeln aus ihrem Grundstück entfernen, ansonsten würden sie es auf unsere Kosten beauftragen. Abgesehen davon, dass wir 20 Jahre den nachbarschaftlichen Unrat ertragen und auch Gärtner beauftragt habe, u.a. Wildwuchs des Nachbargrundstücks (z.B. Brombeersträucher) zurückzuschneiden, habe ich folgende Frage,

wie ist hier die Rechtslage grundsätzlich und im speziellen, muss ich die Wurzeln auf dem Nachbargrundstück auf meine Kosten entfernen lassen?

Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen im voraus.

Herzliche Grüße

20.11.2006 | 13:01

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Die von Ihnen aufgeworfene Frage ist (leider) einfach zu beantworten. Ja, Sie müssen sie Wurzeln grds. beseitigen lassen. Genau genommen darf der Grundstücksinhaber die Wurzeln sogar auf Ihre Kosten beseitigen lassen, dem Sie hier allerdings zuvorkommen können.

Diese Antwort wird eindeutig auf der aktuellen BGH-Rechtsprechung getragen. Einen Auszug des Urteils übersende ich Ihnen auf Wunsch gerne.

Allerdings könnte eine Schadensersatzanspruch aufgrund des von Ihnen geschilderten unbilligen Sachverhalts gegen Treu und Glauben verstoßen. Allerdings dürfte dies nicht zutreffen, soweit nur die Beseitigung (kein Geld) von Ihnen verlangt wird. Trotz der Abhilfe gegen die nachbarlichen Beeinträchtigungen, sind die Bodendecker Ihrerseits eine abzustellenden Beeinträchtigung. Die Verjährungsfrage, grds. 30 Jahre ab Beeinträchtigung, kann ich abschließend nicht beurteilen. Weiterhin könnte bei langjähriger Kenntnis der Beeinträchtigung und Duldung eine Verwirkung des Beseitigungsanspruches in Betracht kommen, dafür kann ich aber den Sachverhalt nicht abschließend beurteilen. Vor dem Hintergrund sollten Sie vielleicht eine Einigung mit dem Nachbarn anstreben.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

ANTWORT VON

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