Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rücknahme eines defekten Zweirads

| 28.05.2009 08:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


09:32

Sehr geehrte Rechtsanwälte,
guten Morgen,
mein Sohn 17 Jahre alt hat sich ein Zweirad das er im Internet entdeckte bei einem gleichaltrigen Jungen gekauft Preis 930,- Euro. Den Verkaufsvertrag haben beide Jungs und kein Erwachsener unterschrieben
Nun hat das Fahrzeug einen Motorschaden der nicht angegeben war. Der Vater des Verkäufers begründet diesen Schaden dass das Fahrzeug keine 100km am Stück hätte fahren dürfen( wurde ja immer nur 10km am Stück zur Schule von seinem Sohn gefahren). Auch begründet der Vater des Verkäufers den Schaden das mein Sohn das Fahrzeug zu hochtourig gefahren haben soll, was auch nicht zutrifft das mein Mann mit dem Auto vor meinem Sohn her gefahren ist da er den Heimweg nicht wusste. Fakt ist das mein Sohn diese 100km gefahren ist, dann stand das Fahrzeug für eine Woche in der Garage, dann fuhr mein Sohn ca. noch mal 50km bis während der Fahrt das Hinterrad blockierte und mein Sohn beinahe einen Unfall machte.
Ein Bekannter sah sich den Schaden an und meinte das dieser schon länger vorliegt und nicht durch diese Heimfahrt von 100km entstanden ist, die Reparatur würde sich auf ca. 500.00euro bis 600.00 euro belaufen.
Der Vater des Verkäufers weigert sich einem entgegen kommens, das Fahrzeug zurück zunehmen, oder die Reparatur zu übernehmen. Er begründet das alles Ordnungsgemäß sei und im Vertrag ja stehe gekauft wie gesehen( Angabe über diesen Schaden wurde nicht genannt), wir müssen uns damit abfinden.. Haben wir ein Recht auf Rückgabe?
mfg So D

28.05.2009 | 09:02

Antwort

von


(2405)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Vertrag mit einem Minderjährigen in diesem Alter ist dann wirksam, wenn u.a. die Geldmittel aus dem Taschengeld bestritten worden sind oder der Vertrag vom gesetzlichen Vertreter nachträglich genehmigt worden ist.

Und zumindest die zweite Alternative wird man bejahen müssen. Sie schreiben, dass ihr Mann auf dem Rückweg vor dem Sohn hergefahren ist, so dass er bei Vertragsabschluss zugegen gewesen sein muss. Dann wird man dieses aber als Genehmigung auslegen müssen. Auch wenn Ihr Mann "nur" der Stiefvater sein sollte, ändert dieses nichts, da Ihr Mann dann sicherlich Ihr Einverständnis hatte.

Das nur die Jungens den Vertrag unterzeichnet haben, ist also leider irrelevant. Von einem rechtswirksamen Vertrag wird man ausgehen müssen.

Allerdings ist der Einwand der Gegenseite, man dürfe das Fahrzeug höchstens 10 km am Stück bewegen, dann ebenso irrelevant, wenn dieses nicht ausdrücklich im Vertrag so auch aufgenommen worden ist. Denn zum vertragsgemäßen Gebrauch, der entscheidend ist, gehört auch, dass ein Fahrzeug über längere Strecken bewegt werden kann.

Relevant ist der Einwand des hochtourigen Fahrens, da dieses dann einen fehlerhaften Gebrauch gleich kommt. Dafür müsste der Verkäufer dann nicht einstehen. Da aber Ihr Mann dieses Einwand ausschließen kann, wird der Verkäufer auch damit nicht durchkommen.

Also bleibt es bei dem Mangel, so dass dann auch, nachdem der Verkäufer alles ablehnt, der Rücktritt vom Vertrag erklärt werden kann. Sie werden aber nachweisen müssen, dass dieser Mangel bei Übergabe bereits vorgelegen hat. Sofern Ihr Bekannter dieser Auffassung ist, sollte es noch durch einen Gutachten bestätigt werden.

Gelingt diese Bestätigung, sollten Sie dem Verkäufer gegenüber den Rücktritt erklären (für eine Anfechtung wäre eine von Ihnen zu beweisende arlistige Täuschung notwendig) und mit einer Frist von 14 Tagen das Geld zurückfordern.

Verstreicht diese Frist ergebnislos, sollten Sie dann einen Kollegen vor Ort beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 28.05.2009 | 09:29

guten Morgen Frau True Bohle,

ja, das Fahrzeug wurde von gespartem Taschengeld gekauft,
ja, unser Sohn und der Sohn hatte das Einverständniss für den Kauf bzw.Verkauf.
es wurde nicht erwähnt dass das Fahrzeug nur auf Kurzstrecken bewegt werden darf, abgesehen davon wusste der Verkäufer das wir 100km Anfahrt haben.
der Vater des Verkäuferst weist auch eine Arglistige Täuschung ab, er begründet das seinem Sohn von dem Motorschaden nichts bekannt war, von daher keine Täuschung vorliegt.
Fakt ist das in einem Gutachten bestätigt werden kann das der Schaden bereits länger vorgelegen haben muss.
wer trägt die entstehenden Kosten für Gutachten und Anwalt?
vielen Dank für Ihre Antwort
Grüße So D

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.05.2009 | 09:32

Sehr geehrte Ratsuchende,


wenn Sie den Mangel so in dieser Form nachweisen können, er also bei Übergabe vorgelegen hat, wird der Verkäufer die Kosten tragen müssen. Und nach Ihrem Vorbringen wird Ihnen der Beweis ja gelingen. Der Rücktritt sollte also wie beschrieben erklärt und die Rückzahlung gefordert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 28.05.2009 | 09:37

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

herzlichen Dank für Ihre Mühe, wir werden heute noch das Fahrzeug einem Gutachter vorstellen und einem Anwalt übergeben.
Danke So D

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.05.2009
5/5,0

herzlichen Dank für Ihre Mühe, wir werden heute noch das Fahrzeug einem Gutachter vorstellen und einem Anwalt übergeben.
Danke So D


ANTWORT VON

(2405)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht