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Rücknahme einer Strafanzeige


27.11.2007 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,

im April d.J. habe ich eine Strafanzeige wegen schwerer Erpressung bei der Polizei gemacht. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein guter Bekannter der Erpresser war. Als ich dies vom zuständigen Polizeibeamten erfuhr, wollte ich die Angelegenheit persönlich klären, aber man sagte mir, das sei jetzt Sache der Polizei. Mein Bekannter hat jetzt wegen Erpressung im Januar Hauptverhandlung beim Amtsgericht. Ich möchte aber nicht, dass er eine Haftstrafe erhält, weil er gerade Arbeit gefunden hat und eine kleine Tochter (2 Jahre) hat und seine Freundin (Mutter der Tochter) gerade zu ihm zurückgekehrt ist.
Meine Frage ist: War es richtig, was der Polizeibeamte sagte oder habe ich immer noch die Möglichkeit die Anzeige zurückzuziehen.
Wenn nicht, wie kann man eine Haftstrafe vermeiden oder zählt nur die Schwere der Tat?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie können durchaus erklären, kein Interesse mehr an einer Strafverfolgung hinsichtlich Ihres Bekannten zu haben. Dies kann im weiteren Verlauf des Verfahrens einen Umstand darstellen, der die Tat und deren Folgen in einem milderen Licht erscheinen lässt.

Sie können aber nicht gesichert davon ausgehen, dass Sie auf diesem Weg das Ermittlungsverfahren beenden können. Denn beim § 253 StGB handelt es sich um ein Delikt, das nicht von einem Strafantrag durch den Betroffenen abhängig ist. Die Ermittlungsbehörden sind zu Ermittlungen verpflichtet, wenn Sie von der Möglichkeit einer Straftatbegehung nach § 253 StGB erfahren. Einfach ausgedrückt: Sie konnten die Ermittlungen zwar durch Ihre Anzeige einleiten, aber nicht durch eine Anzeigerücknahme stoppen.

Ob Ihrem Bekannten hier tatsächlich eine Haftstrafe droht, ob und wenn ja wie sie dann gegebenenfalls zu vermeiden sein könnte, ist eine absolut einzelfallabhängige Frage. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hierzu ohne nähere Kenntnisse des Falls keine seriöse Einschätzung treffen kann.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2007 | 18:30

Sehr geehrter Rechtsanwalt Jeromin,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Frage.
Ich möchte gerne noch folgendes wissen: Ich habe als Geschädigter noch keine Einladung als Zeuge erhalten. Wenn ich zum Zeitpunkt der Verhandlung nicht zu Hause bin (Urlaub) wird diese dann verlegt oder kann ich meine Aussage auch schriftlich machen oder brauche ich gar nicht erscheinen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2007 | 22:12

Sehr geehrter Fragesteller,


auf eine polizeiliche Ladung brauchen Sie gar nicht zu reagieren bzw. können auch nur schriftlich antworten. Werden Sie aber durch Gericht oder Staatsanwaltschaft als Zeuge geladen, müssen Sie persönlich erscheinen und wahrheitsgemäß aussagen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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