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Rücknahme des Versteigerungsantrags?


29.12.2006 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte Damen und Herren, mir steht am 15.02.2007 die Versteigerung meines Grundbesitzes bevor, veröffentlich soll dieses am 08.01.2007 werden.
Da ich in Verhandlungen mit einem neuen Finanzpartner bin, möchte ich gerne die Veröffentlichung sowie den Termin der Versteigerung verschieben!
Ist dieses möglich? Und wenn dann wie?

Mit freundlichen Grüßen

Jan Ibs
Sehr geehrter Fragesteller

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Sie können sich zunächst an den die Zwangsversteigerung betreibenden Gläubiger mit der Bitte wenden, dass dieser seinen Versteigerungantrag nach § 29 ZVG zurücknimmt. Das Verfahren wird bei einer Rücknahme nach § 29 ZVG aufgehoben. Der Gläubiger wird sich hiermit nur dann einverstanden erklären, wenn Sie ihm hinsichtlich der Befriedigung seiner Forderung verbindliche Rückzahlungsvorschläge unterbreiten. Für den Gläubiger bestünde in diesem Fall auch die Möglichkeit, eine einstweilige Einstellung des Verfahrens nach § 30 ZVG zu bewirken. Die Einstellung bewirkt einen auf sechs Monate beschränkten Verfahrensstillstand (§ 31 ZVG).

Läßt sich der die Zwangsversteigerung betreibende Gläubiger weder auf eine Rücknahme des Versteigerungsantrags noch auf eine einstweilige Einstellung des Verfahrens ein, bestünde ausschließlich die Möglichkeit, die einstweilige Einstellung der Zwangsversteigerung aufgrund eines Antrags nach § 765 a ZPO zu erreichen. Ein Einstellungsantrag nach § 765a ZPO wird allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn eine Gesundheits- oder Suizidgefahr vorgetragen werden kann – allein das Angebot einer vorteilhaften Schuldentilgung wird demgegenüber keinen Einstellungsgrund wegen sittenwidriger Härte darstellen.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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