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Rücknahme Unfallwagen

21.03.2008 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Guten Tag,

ich habe diese Woche (privat an privat) meinen gebrauchten Ford Mustang, Erstzulassung 18.04.2006 für EURO 18.500,-- verkauft. Die Käuferin hat sich den Wagen angesehen und ist auch Probe gefahren.

Ich selbst habe das Auto am 25.08.2007 privat gekauft, der Verkäufer hat den Waagen aus USA importiert und für Deutschland umrüsten sowie eine TÜV-Abnahme machen lassen. Ich weiss nicht, ob er selbst den Waagen gefahren ist .

Als ich das Auto verkaufte, habe ich einen schriftlichen Kaufvertrag abgeschlossen, wobei ich genau den Kaufvertrag übernommen habe, den ich beim Kauf des Autos ebenfalls unterschrieben habe (natürlich mit den entsprechend geänderten Daten).

Folgende Klauseln sind in dem Vertrag enthalten:

Zustand des Fahrzeugs, Mängel: Das Fahrzeug ist ein Gebrauchtfahrzeug und in einem guten Gesamtzustand. Dem Alter angemessene Gebrauchsspuren wie kleine Macken oder Kratzer sind teilweise erkennbar und teilweise bereits fachmännisch ausgebessert worden (stand genauso im vorhergehenden Kaufvertrag)

Ausschluss der Sachmängelhaftung: Da es sich im einen Privatverkauf handelt, wird das Fahrzeug nach EU-Recht unter Ausschluss der Sachmängelhaftung und Ausschluss des Rückgabe/Umtauschrechtes verkauft. Der Käufer hat sich bei einer Probefahrt vom technischen Zustand überzeugt. Gekauft wie gesehen und probegefahren.

Unfall/Beschädigung:
Der Verkäufer garantiert, dass das Fahrzeug in der Zeit, in der es in seinem Eigentum war, keinen Unfallschaden erlitten hat.

Der Verkäufer erklärt, dass das Kraftfahrzeug in der übrigen Zeit – soweit dem Verkäufer bekannt – keinen Unfallschaden erlitten hat.

Diese Klausen standen ebenfalls genauso in dem vorhergehenden Kaufvertrag.

Zunächst hat der Ehemann der Käuferin sich bei mir über einige Mängel am Auto beschwert, die ich selbst nicht festgestellt habe.

Jetzt hat mir der Mann der Käuferin mitgeteilt, er habe festgestellt, dass das Auto Reparaturspuren aufweise, die eindeutig auf einen Unfall hindeuten (kein Bagatellunfall, sondern ein erheblicher Schaden im hinteren Bereich), er werde mir das Gutachten in den nächsten Tagen zuschicken. Er möchte jetzt das Auto zurückgeben und das Geld zurückerstattet bekommen oder er schaltet einen Anwalt ein.

Zudem behauptet er, ich habe ihm telefonisch und seiner Frau mündlich zugesichert, dass das Auto unfallfrei sei. Ich habe aber lediglich gesagt, dass das Auto bei mir keinen Unfall hatte und dass mir nichts über einen Unfall bekannt ist.

Ich kann versichern, dass das Auto in der Zeit, in der es in meinem Besitz war (ab 25.08.2007 bis zum Verkauf am 14.03.2008) keinen Unfall hatte. In der Zeit vom 09.12.2007 bis 13.03.2008 hat das Auto sogar abgemeldet in einer Garage gestanden. Ich habe das Auto lediglich so schnell wieder verkauft, weil es mir einfach von den Fahreigenschaften und vom Komfort nicht gefallen hat.

Ich habe das Auto nur kurze Zeit gefahren, nichts daran repariert oder verändert, keinen Unfallschaden verursacht bzw. reparieren lassen. Mir ist nichts über einen Unfall bekannt.

1. Falls dieses Auto tatsächlich ein Unfallwagen ist, muss ich das Auto dann zurücknehmen?

2. Falls ich das Auto zurücknehmen muss, kann ich dann gegen den vorhergehenden Verkäufer (Importeur) vorgehen? Sollte ich ihn schon vorab informieren und wie sind die Verjährungsfristen?

Wie soll ich mich verhalten?

Vielen Dank für Ihre Hilfe


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Sie haben als Privatperson ein Fahrzeug unter Ausschluss der Gewährleistung verkauft. Das bedeutet, dass sie nicht für Mängel an dem Fahrzeug haften, auch wenn nachgewiesen ist, dass solche Mängel schon bei Vertragsschluss bestanden haben.

Sie könnten sich nur dann nicht auf diesen Gewährleistungsausschluss berufen, wenn Sie das Vorliegen dieses Mangels kannten und den Käufer hierüber arglistig getäuscht hätten.

Auch aus den zusätzlich vereinbarten Vertragsklauseln, dass Sie als Verkäufer garantieren, dass das Fahrzeug in der Zeit, in welche es in Ihrem Eigentum stand, keinen Unfall erlitten hat sowie aus der Klausel, in der Sie erklären, dass Ihrer Kenntnis nach auch im Vorfeld kein Unfall stattfand, können von der Gegenseite keine Rechte hergeleitet werden.

Denn in jedem Fall muss Ihr Käufer nachweisen, dass Sie den Mangel bzw. Unfall kannten. Nachdem Sie den behaupteten Unfall weder selbst verursacht haben, noch sonst Kenntnis von einem zuvor passierten Unfall haben konnten, scheidet eine Haftung aus.

Somit müssen Sie den Wagen nicht zurücknehmen.

Ich hoffe, ich konnte eine hilfreiche erste Einschätzung geben und wünsche Ihnen für diese Sache alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin


info@recht-kanzleischorn.de

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