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Rücklagen Einzelunternehmen / Rückwirkende Umwandlung GmbH

| 09.07.2010 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte ein Einzelunternehmen (noch nicht im Handelsregister eingetragen, keine Bilanzierung) durch Ausgliederung in eine GmbH umwandeln.

Dazu habe ich folgende Fragen:

1. Eine Mini-GmbH muss min. 25% des Jahresgewinns als Eigenkapitalrücklage zurückgelegen. Ist es auch für ein nicht bilanzierendes Einzelunternehmen möglich, Rücklagen für das Stammkapital einer GmbH und die erwarteten Gründungskosten zu bilden? Wie hoch dürfen die Rücklagen pro Jahr max. sein?

2. Sollten keine Rücklagen gebildet werden können, gäbe es dann eine andere Möglichkeit die Beträge für das Stammkapital und die Gründungskosten im Jahresabschluss des Einzelunternehmens vor der Rechtsformumwandlung gewinnmindernd anzubringen (z.B. Rückstellungen, Investitionsabzugsbetrag oder durch eine rückwirkende Eintragung des Einzelunternehmens in das Handelsregister und Bilanzierung)?

3. Die Umwandlung sowie die handelsrechtliche Aufnahmebilanz der GmbH sollen rückwirkend zum 1.1. erfolgen. Als geschäftsführender Gesellschafter werde ich von der GmbH ein Gehalt beziehen. Können die Gehaltszahlungen ebenfalls rückwirkend zum 1.1. aufgenommen werden?

Für die Beantwortung meiner Fragen besten Dank im Voraus.
09.07.2010 | 13:00

Antwort

von


(30)
Am Winterhafen 3a
28217 Bremen
Tel: +49 421 4089 80 0
Web: http://www.mwd-beratung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

anhand der von Ihnen gemachten Angaben beantworte ich nachfolgend Ihre Fragen:

1.
Bei der umgangssprachlich als Mini-GmbH bezeichneten Unternehmergesellschaft ergibt sich die Pflicht zur Einstellung von 25% des Jahresübershusses in eine gesetzliche Rücklage aus <a href="http://dejure.org/gesetze/GmbHG/5a.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 5a GmbHG: Unternehmergesellschaft">§ 5a III GmbHG</a> .
Für Einzelunternehmen gibt es keine gesetzlichen Pflichten (jedoch die freiwillige Möglichkeit) zur Bildung von Rücklagen.
Da im Zuge einer Umwandlung von Einzelunternehmen zur UG zwingend ein Wechsel von der Gewinnermittlung nach <a href="http://dejure.org/gesetze/EStG/4.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 4 EStG: Gewinnbegriff im Allgemeinen">§ 4 III EStG</a> zur Bilanzierung nach <a href="http://dejure.org/gesetze/EStG/4.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 4 EStG: Gewinnbegriff im Allgemeinen">§§ 4 I EStG</a> i.V.m. <a href="http://dejure.org/gesetze/HGB/264.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 264 HGB: Pflicht zur Aufstellung; Befreiung">264</a> , <a href="http://dejure.org/gesetze/HGB/242.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 242 HGB: Pflicht zur Aufstellung">242 HGB</a> einhergeht, sind ggf. stille Reserven des Einzelunternehmens aufzudecken. Es ist im Zuge des Wechsel der Gewinnermittlungsart eine Eröffnungsbilanz aufzustellen, in dieser sind sodann vorhandene stille Reserven auszuweisen.

2.
Den Wechsel der Gewinnermittlungsart kann das nicht zur Bilanzierung verpflichtete Einzelunternehmen selbstverständlich auf freiwilliger Basis vornehmen. Es erschließt sich mir jedoch nicht, was für einen Vorteil die rückwirkende Eintragung des Einzelunternehmers in das Handelsregister als eingetragener Kaufmann haben soll. Insbesondere ist die Eintragung keine Voraussetzung für den Wechsel der Gewinnermittlungsart.

In der Bilanz eines Einzelunternehmers wird eine "Gewinnrücklage oder Gewinnvortrag" normalerweise nicht als solche/r ausgewiesen, sondern als Kapital.
Eine Ansparabschreibung für Rechtsformwechsel sehen die Gesetze nicht vor.

3.
Gehaltszahlungen über mehrere Monate rückwirkend lassen sich denklogisch nicht ausführen, da die juristische Person als Arbeitgeber vor Ihrer rechtswirksamen Entstehung ja noch keine Bankverbindung gehabt haben kann. Einfacher lässt sich das Problem, indem unterjährig eine einmalige höhere Gehaltsabrechnung erfolgt, die einem mehrfachen des üblichen Monatsgehaltes entspricht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Unsere Sozietät betreut bundesweit mittelständische Unternehmen - gerne auch Ihres.

Gegebenenfalls könne Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Florian Würzburg

Rückfrage vom Fragesteller 09.07.2010 | 17:00

Sehr geehrter Herr Würzburg,

vielen Dank für die hilfreiche Beantwortung meiner Fragen.

Können Sie mir noch einmal bestätigen, dass die Bildung von Rücklagen eines Einzelunternehmens für die Umwandlung in eine GmbH als steuerfreie Rücklage zulässig ist? Wo finde ich dazu weiterführende Informationen bzw. mittels welcher Grundlage wird diese Rücklagenbildung steuerlich untermauert?

Nochmals besten Dank für Ihre schnelle Hilfe.

Die GmbH soll im Handelsregister Darmstadt eingetragen werden. Wäre eine Mandatierung und Betreuung per Email und Fax möglich?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.07.2010 | 17:49

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Bitte lesen Sie noch einmal meine erste Antwort unter Ziffer 2. am Ende: ich sehe keine Möglichkeit für das von Ihnen favorisierte Modell.

Bitte beziehen Sie in Ihre Erwägungen ein, dass eine GmbH-Gründung auch mittels Sacheinlagen oder ggf. hälftiger Einzahlung des Mindeststammkapitals von 25 T€ möglich ist, wenn mehr als ein Gesellschafter vorhanden ist.

Laufende Mandate betreuen wir erfolgreich mittels Fax, Telefon und E-Mail.

Bewertung des Fragestellers 09.07.2010 | 19:12

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"Leider habe ich auf den ersten Teil meiner Frage keine konkrete Antwort erhalten und bin jetzt nicht schlauer als vor der Nutzung von frag-einen-Anwalt.de. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Leider hat der Fragesteller die Antwort nicht zur Kenntnis nehmen wollen, da er sich eine andere Rechtslage wünscht.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.07.2010
2,2/5,0

Leider habe ich auf den ersten Teil meiner Frage keine konkrete Antwort erhalten und bin jetzt nicht schlauer als vor der Nutzung von frag-einen-Anwalt.de.


ANTWORT VON

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