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Rückkehr nach Elternzeit - Teilzeit - Höhe Abfindung

14.10.2009 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Teilzeit nach Elternzeit

Eckdaten:
- Unternehmensgröße in Deutschland ca. 60-70 Mitarbeiter,
- jedoch internationales Unternehmen mit vielen 100erten Mitarbeitern
- dem Unternehmen geht es nicht gut und sucht nun Möglichkeiten Mitarbeiter abzubauen
- Ich war Führungskraft (Vollzeit) mit 3 Mitarbeiterinnen.
- Jetzt nach meiner Elternzeit möchte ich Teilzeit zurück kehren.
- Firmenzugehörigkeit 2 Jahre davon: 1 Jahr aktiv im Unternehmen und 1 Jahr Elternzeit

Rückkehr als Teilzeitkraft: Meine Firma meint, dass dies nicht möglich ist. Mein Job als Führungskraft kann nicht Teilzeit ausgeübt werden (da Managementposition), es müsste eine neue Stelle geschaffen werden. Und das ist laut Personalabteilung nicht drinnen, da gerade Stellen abgebaut werden.

FRAGE 1: Ist es korrekt, dass ich diesen Job nicht Teilzeit ausüben kann? Muss sich nicht die Firma überlegen ob z.b. mein alter Vollzeitjob auf 2 Personen jeweils Halbtags aufgeteilt wird oder ähnliches? Kann jeder Job auf 20 Stunden reduziert werden oder eben laut Gesetz manche nicht?

FRAGE 2: Laut Gesetz heißt es ja, dass der Anspruch Teilzeit zu arbeiten, abgelehnt werden kann, wenn BETRIEBLICHE GRÜNDE DAGEGEN SPRECHEN. Was hat das in der Praxis für mich zu bedeuten?

FRAGE 3: Wie wären meine Chancen vor Gericht meinen alten Job zu 20 Stunden zurück zu bekommen?

FRAGE4: Wie wären meine Chancen vor Gericht einen neuen 20 Stunden Job zu bekommen?

FRAGE 4: Wenn wir uns nun trennen - welche Abfindung kann ich verlangen? Mein Unternehmen würde 1 Monatslohn für mein aktives Jahr zahlen. Das ist recht wenig. Kann ein zweites Monatsgehalts für mein Elternjahr verlangt werden? Könnte dieses eingeklagt werden, oder ist das alles freiwillig von mein Unternehmen? Kann ich noch mehr fordern? Immerhin, ist das Unternehmen mich los und hat keine laufenden Kosten.

Fakt ist: wenn ich meinen Job nicht bekomme, möchte ich gut argumentieren um zumindest eine höhere Abfindung zu erhalten.

FRAGE 5: Ich habe bei einem MIttagessen mündlich zugesagt, dass ich mit der Abfindung (1 Monatsgehalt) zufrieden bin. Ist diese Zusage bindend?

Vielen Dank für eine Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere dann vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten entstehen. Diese Gründe müßte der Arbeitgeber im Falle eines Rechtsstreits sustantiiert darlegen und beweisen. Ob dies gelingt und Ihre Stelle tatsächlich nicht als Teilzeitstelle ausgestaltet werden kann, kann ich anhand der Angaben nicht überprüfen. Es kommt hier sehr auf die Argumente Ihres Arbeitgebers an.
Grundsätzlich kann natürlich jede Tätigkeit als Teilzeitarbeitsplatz ausgestaltet werden, auch eine Führungsposition.
Diese pauschale Behauptung allein, dass Führungspositionen nicht als Teilzeittätigkeit ausgeübt werden können, wird vor Gericht wohl keinen Bestand haben.

2. Wenn der Arbeitgeber Ihren Teilzeitwunsch ablehnt, müssen Sie entweder vor dem Arbeitsgericht einen Rechtsstreit führen, mit dem Ziel, dass Sie einen Anspruch auf eine Arbeitszeitreduzierung durchsetzen oder Sie müssten nach der Elternzeit Ihre Tätigkeit wieder aufnehmen als Vollzeitstelle.

3.Die Chancen vor Gericht eine Arbeitszeitreduzierung durchzusetzen, kann ich nicht hinreichend beurteilen, da ich die Argumente Ihres Arbeitgebers im Einzelnen nicht kenne. Allein die pauschale Behauptung, dass es für Führungskräfte keine Arbeitszeitreduzierung im Unternehmen gibt, reicht sicherlich nicht aus, um Ihren Antrag abzulehnen.

4. Die "Faustformel" für die Höhe der Abfindungen lautet vor den Arbeitsgerichten (allerdings mit regionalen Schwankungen) ein halbes Bruttogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit, wozu die Elternzeit jedoch auch zählt.
Die Höhe ist also durchaus üblich und wird grundsätzlich nur im Wege einer Vereinbarung bezahlt, ist also nicht gerichtlich einklagbar.

5. Die mündliche Zusage ist für Sie nicht bindend.

Sie sollten gegenüber Ihrer Firma argumentieren, dass Sie auch in Erwägung ziehen, die Ablehnung der Arbeitszeitreduzierug gerichtlich überprüfen zu lassen und/oder Sie gegebenfalls auch die Vollzeittätigkeit wieder aufnehmen würden.
Ich denke, dass Sie durchaus eine Abfindung von 75 % bis 100 %des Bruttoentgelts, d. h. 1,5 bis 2 Monatsgehälter im Verhandlungswege durchsetzen könnten. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen bereits 1 Monatsgehalt angeboten hat, rechnet er wohl auch damit, dass Sie ein Gegenangebot unterbreiten.
Ggf. wäre es sinnvoll sich an den Betriebsrat und/oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Ort zu wenden, damit dieser Sie weiter unterstützt und insbesondere auch den Aufhebungsvertrag überprüft.

Viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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