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Rückkehr in die Kleinunternehmerregelung / Versteuerung des Dienstwagens

11.07.2019 12:28 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Rückkehr in die Kleinunternehmerregelung und Besteuerung Geschäftswagen

Hallo,

ich bin nebenberuflich als selbstständiger Vertriebspartner tätig und habe jetzt das Angebot der Firma ein gesponsertes Fahrzeug zu leasen.

Folgend ein paar Eckpunkte:

- Leasingvertrag ist direkt mit dem Autohaus
- Ich lease für ein Jahr für 129 Euro im Monat ohne Anzahlung (normal läge der Leasingpreis bei einem solchen Auto für 3 Jahre bei knapp 400 Euro)
- Listenpreis des Fahrzeuges liegt bei 60.000 Euro
- Der Wagen hat Werbeaufkleber der Firma
- Ich zahle die Leasingrate direkt an das Autohaus
- Ich habe zusätzlich noch ein Privatfahrzeug angemeldet.
- Wenn ich gewisse Umsätze schaffe, dann erhalte ich von der Firma auf meine Provision einen Auto-Zuschuss von 55-110 Euro.
- Mein Einkommen beträgt aktuell, da ich es nur nebenberuflich bestreite, durchschnittlich 150-500 Euro monatlich.

Nun zu meinen Fragen:

1) Ich bin seit 5 Jahren im Vertrieb tätig, habe aber den Arbeitgeber/die Branche gewechselt. Aktuell bin ich noch Umsatzsteuerpflichtig, da ich vor 3 Jahren aus der Kleinunternehmer Regelung gefallen bin. Kann ich dies rückgängig machen oder durch die Abmeldung und Neuanmeldung des Gewerbes wieder in die Kleinunternehmer Regelung gehen?

2) Wie muss ich das Auto versteuern? Muss ich hier die 1% Regelung beachten oder Fahrtenbuch führen? Oder kann ich statt der sonst gefahren Kilometer zu Kunden die Leasingrate von 129 Euro steuerlich geltend machen? Wenn ich es rein beruflich nutze, kann ich dann auch die Versicherung und Tankfüllungen absetzen?

3) Versteuere ich den Autobonus als normale Provision?

Vielen Dank für Ihren fachmännischen Rat.

Einsatz editiert am 11.07.2019 14:24:16
11.07.2019 | 15:13

Antwort

von


(32)
Sander Wietfeld-Ring 7
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1)
Sie können wieder von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, wenn im Vorjahr der Umsatz inklusive darauf entfallener Umsatzsteuer unter der Grenze von € 17.500 lag und Ihr Gesamtumsatz im laufenden Jahr - wiederum inklusive Umsatzsteuer - 50.000 Euro nicht überschreiten wird. Weitere Voraussetzung ist, dass Sie haben in der Vergangenheit nicht freiwillig auf die Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung verzichtet hatten. Sollten Sie von sich aus für die Regelbesteuerung "optiert" haben, wären Sie fünf Jahre lang daran gebunden.

Liegen die Voraussetzungen vor, reicht für den Wechsel von der Regelbesteuerung zur Kleinunternehmer-Regelung (und wieder zurück) eine formlose Mitteilung ans Finanzamt.

2)
Die Frage der Besteuerung des KfZ hängt im Wesentlichen von den Nutzungsanteilen (privat/betrieblich) ab.

Grds. bestehen 3 Möglichkeiten:

Fahrtkostenerstattung: Alle Dienstreisen werden pauschal mit 30 Cent pro Kilometer als Betriebskosten verbucht. Kosten des PkW sind hier keine Betriebsausgaben.

1-Prozent-Regel: Privatfahrten rechnet der Unternehmer mit monatlich 1 % der Summe aus Listenneupreis + Sonderausstattung (brutto) als geldwerten Vorteil/Entnahme ab. Alle Kosten sind als Betriebskosten steuerlich absetzbar, also Leasingrate, Benzin, Versicherung etc..

Fahrtenbuch: Der Fahrer protokolliert alle Fahrten und teilt hier in private/betriebliche Nutzung auf. Tatsächliche anteilige Kosten (Leasingrate, Benzin, Versicherung etc) der betrieblichen Fahrten des Autos sind Betriebskosten.

Bei mehr als 50% betriebliche Nutzung besteht die Wahl zwischen 1-Prozent-Regel und Fahrtenbuch. Die Entscheidung ist spätestens in der Steuererklärung zu treffen.

Bei weniger als 50% und mehr als 10% besteht die Wahl zwischen Fahrtenbuch und Fahrtkostenerstattung. Für Autos im gewillkürten Betriebsvermögen wurde die 1-Prozent-Regelschon vor einiger Zeit (2009) für ungültig erklärt.

Bei weniger als 10% geht nur die Fahrtkostenerstattung.

Die 1-Prozent-Regel gilt bei E-Autos nur mit einem Ansatz von 50% des Bruttolistenpreises.

In der Regel lohnt sich die Fahrtenbuchmethode immer dann, wenn der Anteil der privaten Fahrten gering ist. Mit der pauschalen Argumentation, dass ein privater PkW vorhanden ist für private Fahrten, wird man vom Finanzamt kein Gehör finden, dass ein Auto keinen einzigen Kilometer privat bewegt worden ist (also weder Fahrtenbuch noch 1% ist ohne Nachweisführung ist ausgeschlossen). Wird das betriebliche Fahrzeug 100% betrieblich genutzt, muss dies nachgewiesen werden über ein Fahrtenbuch.



3)
Die Zuzahlungen „Autobonus" sind steuerpflichtige Betriebseinahmen des Einzelunternehmens.


Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nils Hoefer
Rechtsanwalt
Steuerberater


Rechtsanwalt Nils Hoefer

ANTWORT VON

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