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Rückkehr in die GKV - Gibt es nicht doch einen Weg ?


| 09.11.2006 09:35 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Guten Tag,
mein Ehemann ist seit 1989 in der PKV. 1992 hat er sich von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen, da die Beitragbemessungsgrenze erhöht wurde. Danach erst habe ich meinen Mann kennengelernt und 1995 haben wir geheiratet. Ich bin gesetzlich krankenversichert, verdiene aber sehr viel weniger. Inzwischen haben wir 2 Kinder. Da es keinen Anspruch auf Familienversicherung in der PKV gibt, haben die Kinder einen eigenen Beitrag . Das ist sehr teuer. Unsere Kinder sind ständig behandlungsbedürftig geworden und die Kosten insgesamt (mit der ständigen Zuzahlung zu Medikamenten und Arztrechnungen) fressen uns auf. Soweit ich weiß, gibt es keine rechtliche Grundlage für uns zurück in die GKV , denn mein Mann wird nicht arbeitlos werden.Aber es kann auch nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, das Familien auf diesem Wege verarmen. Gibt es nicht doch einen Weg ? Wer weiß Rat? An wen kann man sich wenden, falls man die Öffentlichkeit treten muß?



Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte.

Leider gibt es hier für Ihren Mann grundsätzlich keine Chance auf eine Rückkehr zur GKV.
Es gilt der Leitsatz: „ Einmal PKV, immer PKV“.
Eine Änderung wäre nur möglich, wenn Ihr Mann entweder arbeitslos wird oder er ein neues versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufnimmt.

Die GKV führen ja gerade als Hauptargumentationsgrundlage, gegen eine Versicherung in der PKV an, dass eine beitragslose Familienversicherung der Kinder bei dem in der GKV versicherten Elternteil nicht mehr möglich ist.
Die Krankenkassen weisen bei einem Wechsel auch immer darauf hin, dass man sich bewusst sein muss, dass sich die derzeitige Familiensituation (bei Ledigen, wie Ihrem Mann damals) in der Zukunft ändern kann.

Deshalb bringt auch es auch überhaupt nichts, sich hier an die Presse zu wenden, da die Krankenkassen einfach auf diesen Hinweis verweisen werden und außerdem damit argumentieren, dass man jahrelang finanziell besser gestellt war, indem der Besserverdienende sich günstiger privat versichert hat.
Es soll dann ausgeschlossen werden, dass sobald höhere Kosten auf den PKVler zukommen, er dann in die GKV wechselt und seine Familienangehörige beitragsfrei mitversichert.

Manchmal ist aber zu hören, dass es einige gesetzliche Krankenkassen gibt, die gegen das Gesetz, Privatversicherte wieder als Mitglied aufnehmen.
Einfach mal bei einigen Krankenkassen nachfragen...

Alternativ könnten Sie Ihre Kinder natürlich gegen einen eigenen Beitrag gesetzlich versichern lassen(was natürlich auch wieder Geld kostet), dafür sind Kinder und Jugendliche dann bis zum 18. Lebensjahr sind von allen Zuzahlungen befreit.

Auch gelten dann folgende Belastungsgrenzen: 2% der Bruttoeinnahmen. Chronisch Kranke: 1% der Bruttoeinnahmen.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2006 | 16:06

Vielen Dank, für Ihre Hilfe. Ich werde bei den gesetzlichen KK nachfragen. Aber es ist, wie sie schon ausführten, gegen das Gesetz. Was könnte denn passieren (schlimmstenfalls),wenn uns eine gesetzliche KK wieder aufnimmt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2006 | 16:24

Ihnen dürfte nichts passieren, allerdings werden für solche Fälle
Strafen für die aufnehmende Krankenkasse(deshalb machen das auch nur wenige) von der Aufsichtsbehörde der Krankenkassen, dem Bundesversicherungsamt, ausgesprochen.

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