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Rückkehr aus Elternzeit mit Wechsel im Konzern

| 02.09.2014 16:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zum Kündigungsschutz bei ELternzeit

Hallo,

aktuell befinde ich mich noch in Elternzeit.

Angestellt bin ich unbefristet bei einer Tochtergesellschaft eines mittelständigen Konzerns.

Das Problem ist, dass meine Arbeitsstelle, die ich vor Antritt der Elternzeit inne hatte nicht mehr existiert (zwischenzeitliche Kosteneinsparungen).
Man könnte es allerdings auch so sehen, dass die Stelle mit jemand anderem besetzt wurde, der schon länger als ich im Unternehmen ist.
Das ist jedenfalls nicht ganz eindeutig...

Jedenfalls kann mir in der Tochtergesellschaft als auch in der großen Muttergesellschaft aktuell kein vergleichbarer Job angeboten werden nach Rückkehr aus Elternzeit.

Es gibt jedoch ein Jobangebot aus einer anderen Tochtergesellschaft des Konzerns.
Zwischen den beiden Tochtergesellschaften gibt es keine Verbindung (Außer die Muttergesellschaft)

Das Jobangebot beinhaltet jedoch wieder Probezeit und Befristung.

Ist das rechtens? Probezeit sehe ich ja auch - aber ist eine erneute Befristung (auf zwei Jahre) statthaft? Kann ich dagegen vorgehen und eine Unbefristung erwirken bei Einstellung? Oder KÖNNTE der Arbeitgeber das theoretisch tun, wenn er wöllte?

Ich bin schon seit fast 10 Jahren in der Firma. Die Betriebszugehörigkeit würde doch erhalten bleiben, oder?

welche anderen Auswirkungen kann so ein Wechsel von einer zur anderen Tochtergesellschaft haben?
Welche Rechte bzw. Ansprüche habe ich bezüglich meiner Rückkehr aus Elternzeit?

Viele Gruße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach der Schilderung des Sachverhaltes ist davon auszugehen, dass die Arbeitsverträge mit den jeweiligen Tochtergesellschaften getrennt zu sehen sind, es sei denn dass als Arbeitgeber der Konzern drinsteht wovon nicht auszugehen ist.

Es zählt somit Ihre Betriebszugehörigkeit nicht und Sie sind während der Probezeit kündbar und nach Ablauf der Befristung ist das Arbeitsverhältnis beendet.

Sie sollten daher in den neuen Vertrag reinschreiben lassen, dass die 10 Jahre Betriebszugehörigkeit gelten und sich nicht mit der Befristung einverstanden erklären und der Probezeit.

Nach Ablauf der Elternzeit ist Ihr Arbeitsverhältnis mit der gesetzlichen oder vertraglichen Frist kündbar. Sofern mehr als 10 Mitarbeiter beschäftig sind, findet das Kündigungsschutzgesetz Anwendung und es muss einen sogen. Sozialauswahl durchgeführt werden. Es zählt dabei nicht nur die Betriebszugehörigkeit, sondern auch das Vorhandensein von Kindern. Wenn Sie bei der Sozialauswahl jedoch am schlechtesten Abschneiden, dann wäre das aktuelle Angebot zu prüfen. Ansonsten müssen Sie sich nicht darauf einlassen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2014 | 07:02

Hallo Frau Sperling,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Noch eine Frage:
Ist es denn rechtens, dass mir als Alternative lediglich ein befristeter Vertrag angeboten wird, wobei ich jetzt doch unbefristet bin?
Oder kommt das quasi einer Kündigung mit Neueinstellung gleich?

Viele Grüße und Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2014 | 10:23

Rechtlich ist der Vorgang, wenn Sie dem zustimmen, in Ordnung. Im Ergebnis stellt dies dann eine einvernehmliche Aufhebung des alten Vertrages und ein neues Vertragsverhältnis mit dem neuen AG dar. Allerdings ist das Vorgehen moralisch sicher bedenkich.

Bewertung des Fragestellers 05.09.2014 | 06:24

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 05.09.2014 3,8/5,0
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