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Rückkehr Teilzeit während Elternzeit und auch für später

28.06.2012 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2000 arbeite ich Vollzeit als Produktmangerin bei einem sehr großen Lebensmittelunternehmen. (Vorab habe ich ein 2-jähriges Trainee-Programm bei derselben Firma erfolgreich absolviert). Im Mai 2010 ging ich in Elternzeit und werde zum 01. September 2012 zurückkehren. Den Teilzeitantrag auf 22 Stunden (vorher 38,5 h) habe ich fristgerecht 3 Monate vor der Rückkehr gestellt. Dabei habe ich drei Tage mit 2 x 8,25 und 1 x 5 Stunden angegeben. Heute hatte ich das Erörterungsgespräch. Mein bis dato Chef hat gesagt, dass mein bisheriger Job als Produktmanager von den Anforderungen her nicht in Teilzeit ausgeführt werden kann und hat mir einen anderen Job angeboten. Aber nur mit 18 Stunden statt der angeforderten 22 Stunden und von der Qualifikation her viel niedriger. Ich soll "Eigenmarkenkoordinator" werden (diese Berufsbezeichnung ist meines Wissens nach eine Erfindung dieses Unternehmens) und das mit einem entsprechend niedrigeren Gehalt!
Meinem Ansinnen auf 22 Stunden könne Anfang 2012 ggf. stattgegeben werden, da im Laufe eines Jahres schwer Personalkostenänderungen umgesetzt werden können.
Alternativ könne ich nur in Vollzeit als Produktmanager wiederkommen, wenn ich mein altes Gehalt behalten wolle. Dies ist momentan aber leider keine Möglichkeit aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung.

Jetzt will man mir ein Vertragsentwurf zukommen lassen, in dem das Gehalt ein Kompromiss zwischen dem Produktmanager und dem "Eigenmarkenkoordinator" ist. Die Herabstufung auf Eigenmarkenkoordinator könnte ich noch verkraften, aber dann bitte nur zum bisherigen Stundenlohn.

Wie soll ich reagieren? Was soll ich genau zurückschreiben, wenn das Angebot kommt oder sogar schon vorab?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Ich halte es eher für zweifelhaft, dass Ihre Arbeitgeberin im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung dringende betriebliche Gründe im Sinne des § 15 Abs. 7 Nr. 4 BEEG wird vortragen und beweisen können dahingehend, dass Ihre bisherige Tätigkeit oder auch eine vergleichbare Tätigkeit, die Ihnen gemäß des Arbeitsvertrags im Wege einer Versetzung zugewiesen werden könnte, nur in Vollzeit ausgeübt werden kann. Gerade in einem so großen Unternehmen, in dem es ggf. auch Gleitzeit gibt oder auch Kontakte zu Dependancen in Übersee, die eine Arbeit zu Randzeiten erforden, dürfte man damit leben können, dass bestimmte Arbeitnehmer zeitweise nicht zu erreichen sind.

Die Verweigerung von vier beantragten Stunden aus Gründen der Personalplanung dürfte erst recht nicht haltbar sein. Das Gesetz räumt den Arbeitgeber so lange Planungsfristen schlicht nicht ein.

Ohne den Fall weiter zu kennen, vermute ich, dass eine Klage auf Zustimmung zur Verringerung der Arbeitszeit Erfolg haben könnte. Auf einem anderen Blatt steht natürlich immer, dass das Arbeitsklima hierdurch erheblich beeinträchtigt wird.

Aus meiner Sicht sollten Sie hier hart verhandeln und wenn die niederwertige Tätigkeit für Sie an sihc zu akzeptieren wäre dann wenigstens den Entwurf dahingehend abändern, dass Ihnen Ihr ehemaliger Stundenlohn zusteht. Dies wäre dann ggf. ein Kompromiss der beiden Seiten dient und einen Prozess vermeidet. Ggf. wäre Ihr Arbeitgeber dann auch eher bereit, Ihnen wieder eine höherwertige Stelle anzubieten, wenn Ihr Kind in Kindergarten oder Schule ist.

Manchmal macht es auch Sinn, hierüber mit dem Betriebsrat zu sprechen, wobei es aber natürlich darauf ankommt, wer konkret dort tätig ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

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