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Rückkaufwert


28.07.2006 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen und Herren, leider zwingen mich wirtschaftliche Verhältnisse dazu, meine ehemalige Firmendirektversicherung zu kündigen. Da ich nicht mehr im Konzern beschäftigt bin, habe ich diese die letzten 5 Jahre privat weiterbezahlt. Meinen Berechnungen zufolge habe ich € 7.997,28 einbezahlt, die Versicherung nennt mir aber einen Rückkaufswert von € 6.959,88. Auf meine telefonische Nachfrage teilte man mir mit, dies ist auf Gebühren für die Auflösung zurück zu führen. Ich bin mit dem Begriff "Wucher" vertraut, dennoch kommt mir dieser bei 15% Gebühren in den Sinn. Meine Frage nun an Sie: ist dies Rechtens? Dass ich Gebühren zahlen muss wegen der vorzeitigen Auflösung leuchtet mir ein, aber über € 1.000.- ??? An eine Gesellschaft verkaufen geht leider auch nicht, da diese keine ehemaligen Firmendirektversicherungen kaufen.

Vielen Dank für Ihre Beratung!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Rückkaufswert ist die gesetzliche Bezeichnung (§ 176 des Versicherungsvertragsgesetzes) für den Betrag, den ein Lebensversicherer bei vorzeitiger Kündigung, Rücktritt oder Anfechtung (Rückkauf) eines Vertrages über eine Lebensversicherung an den Versicherungsnehmer zahlt.

Der Bundesgerichtshof stellte fest, daß die Versicherer einen Rückkaufswert vereinbaren müssen. Es dürfe aber nicht so sein, daß der Versicherungsnehmer durch eine Kündigung zu stark benachteiligt werde.

Aus der BGH - Entscheidung aus dem Jahre 2005 (Aktenzeichen: IV ZR 162/03) deutet man, daß der Versichererungsnehmer bei vorzeitiger Kündigung mindestens knapp die Hälfte der eingezahlten Beträge zurückbekommen müßte.

Daneben müssen natürlich die Vereinbarungen in den AGBs wirksam sein.

Ich hoffe Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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