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Rückgaberecht bei Privatauktion (Mängel angegeben)

02.08.2020 11:48 |
Preis: 40,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

ich (Privatperson, kein Gewerbe) habe kürzlich ein gebrauchtes Luftgewehr über ein Internetportal für Waffen & Zubehör versteigert.

Ich selber habe mich mit Luftgewehren noch nie auseinandergesetzt. Beim Gewehr war oben auf dem Lauf etwas abgebrochen, daher formulierte ich meine Artikelbeschreibung wie folgt: "Ich meine oben auf dem Lauf ist etwas abgebrochen, daher das Foto in Nahaufnahme." Ich habe ein hochauflösendes Bild des abgebrochenen Teils gemacht, während es noch am Gewehr "eingesteckt war". Es ist aber durch den Text klar, dass es abgebrochen ist und auch das Foto macht deutlich, dass die Vorrichtung auf dem Lauf mangelhaft ist. Ebenfalls fügte ich der Beschreibung folgenden Text hinzu: Diese ist eine private Auktion. Der Artikel wird als gebrauchter Artikel verkauft. Keine Gewährleistung oder Rücknahme.

Der Käufer (Waffenhändler, Unternehmer) hat per Vorkasse bezahlt, das Gewehr aber direkt zurück geschickt mit der Begründung: Ich hätte das abgebrochenen Teil separat vom Luftgewehr fotografieren müssen, damit klar wird, dass es abgebrochen ist. So wäre das Luftgewehr für ihn unbrauchbar. Er pocht auf sein 14-tägiges Rückgaberecht.

Mein Partner hat unwissentlich die Rücksendung entgegen genommen. Ich habe dem Verkäufer mitgeteilt, dass ich für die geforderte Erstattung keinen Anlass sehe, da Privatverkauf und Mangel angegeben. Ich teilte ihm mit, dass ich ihm die Ware wieder zusenden werde (ohne Extrakosten). Er widerrum erklärte, dass er die Sendung ablehnen wird. Auch dann wäre ich zu jedem Zeitpunkt bereit, ihm die Ware wieder zuzuschicken, das teilte ich ihm ebenfalls schriftlich mit.

Kann ich die Erstattung weiterhin verweigern oder muss ich die Rückgabe akzeptieren, weil ich aufgrund meiner Unwissenheit den Mangel zu wage beschrieben habe?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
02.08.2020 | 12:43

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:


Ein Widerrufsrecht gibt es in diesem Fall nicht, dies steht bei Fernabsatzverträgen lediglich Verbrauchern zu.

Der Käufer ist jedoch Unternehmer und dazu noch Waffenhändler, insofern besteht kein Widerrufsrecht.

Die Gewährleistung hatten Sie ebenfalls ausgeschlossen, was grundsätzlich für Privatpersonen beim Verkauf gebrauchter Waren möglich ist.

Daher bleibt dem Verkäufer lediglich die Möglichkeit einer Anfechtung des Kaufvertrages wegen arglistiger Täuschung.

Für eine arglistige Täuschung sehe ich jedoch hier keinen Ansatzpunkt, Sie hatten die Beschädigung in der Anzeige angegeben.

Im Übrigen hat der Käufer die Beweislast für das Vorliegen einer arglistigen Täuschung und dieser Nachweis wird in diesem Fall nicht gelingen.

Sie können daher die Erstattung des Kaufpreises mit Hinweis auf den Ausschluß der Gewährleistung verweigern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt



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