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Rückgabe wegen Überforderung mit dem Pferd

| 21.06.2016 07:36 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo zusammen,

vielleicht war ich ziemlich blöde, vielleicht habe ich auch eine Chance...

Ich habe ein Pferd gekauft, im März, bin Wiedereinsteigerin, also eigentlich absolut unerfahren im Moment noch. Dies alles teilte ich der Verkäuferin mit die sich als Privatverkäufer darstellte und das auch jetzt noch tut.
Ich hatte eine reiterfahrene Freundin mit, sie hat das Pferd Probe geritten und gemeint es passt, es war sehr ruhig und brav. Das Hufegeben klappte nicht ganz so gut, aber war machbar.
In der Anzeige stand schmiedefromm...

Nun haben sich von Anfang an Wesensänderungen gezeigt, sie wurde aufgeregter, unsicherer, hat geschlagen beim Hufegeben, liess sich nicht putzen...das klappt alles besser aber sie ist in keinster Weise schmiedefromm.
Weiterhin lässt sie sich auch nicht mehr reiten. Der erste Reitversuch meinerseits, also einer Bekannten, weil sicherer Reiter, fand vor zwei Wochen statt und das Pferd hat ein tierisches Rodeo veranstaltet, da ging gar nichts.
Sie stellt sich bei Tierarzt, Chiropraktikerin und allen beteiligten als fast "roh" dar und ich bin wirklich verzweifelt.

Die Videos, wo das Pferd getrabt wird, kommen aus Irland, die Springbilder ebenfalls, darauf kann man sich doch nicht berufen als Händler aus Deutschland oder? Ich weiss mittlerweile sicher, dass die VK Händler sind und die Pferde im großen Stil importieren, dies aber als Privat und nur mit Barzahlung hinstellen.

Die VK wusste, ich suche ein braves Verlasspferd, welches komplett ausgebildet ist und ich habe jetzt einen totalen Knebelvertrag unterschieben, weil ich ihr geglaubt habe, dass das alles so ist, wie dargestellt.
Ich müsste das Pferd nun teuer in einen Beritt geben, damit ich das habe, was ich denke das ich kaufe.

Kann ich da rechtlich wirklich nichts machen und das Tier zurückgeben?

Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihrer Schilderung werden Sie leider nichts gegen den Verkäufer erfolgreich durchsetzen können:

Das Pferd wurde Probe geritten und als „passend" empfunden, zumal es nach Ihrer Schilderung auch sehr ruhig und brav gewesen ist.

Dass das Hufgeben nicht ganz zu gut klappte und vielleicht eine Abweichung zu „schmiedefromm" bestand, wäre vielleicht ein Ansatz gewesen. Aber diesen „Mangel" (wenn man es als Mangel wirklich bezeichnen könnte), hatten Sie erkannt und hingenommen. Dann aber können Sie insoweit keine Rechte mehr herleite, was sich aus § 442 BGB ergibt.

Die Wesensveränderung kann viele Gründe haben z.B. neuer Sattel, fremde Umgebung, andere Pflege oder vielleicht eine schon bei Übergabe bestehende Krankheit.

Nur ein Mangel, der bei Übergabe vorhanden gewesen ist – was Sie beweisen müssten – könnte dann möglicherweise für Sie Gewährleistungsrechte entfalten lassen.

Wenn es aber ohne Probleme geritten worden ist auch ruhig und brav gewesen ist, wird Ihnen dieser zu führende Beweis nicht gelingen. Möglicherweise kann eine tierärztliche Untersuchung noch etwas anderes ergeben.

Derzeit werden Sie aber keine Chance haben.

Sofern das Video mit eine Rolle beim Kauf gespielt haben sollte, ist es egal, wo es aufgenommen worden ist. Wichtig ist nur, dass es das entsprechende Pferd auch zeigt.

Ob der Verkäufer gewerblich oder privat handelt, spielt in diesem Zusammenhang auch keine Rolle. Der Mangel des Pferdes muss bei Übergabe vorgelegen haben und das war nach der bisherigen Schilderung nicht der Fall.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2016 | 13:37

Das bedeutet also wenn man ein Pferd kauft, welches wohl Substanzen bekommen hat, damit es händelbar ist, dann hat man eben Pech gehabt, weilman es nicht beweisen kann?
Sie ist ja laut TA und Chiropraktikerin fast roh...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.06.2016 | 13:43

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie weisen zutreffend darauf hin, dass man das Vorliegen des Mangels beweisen muss.

Möglicherweise gelingt Ihnen dieses aber mit Angaben des TA und/oder der Chiropraktikerin, wenn diese nachvollziehbar darlegen können, dass das Pferd nur mit Zugabe von Substanzen händelbar war. Diese können dieses möglicherweise begründen.



MIt freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 21.06.2016 | 14:09

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