Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückgabe von bestellten Autoteilen, Toyota


15.05.2007 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Ich habe bei einem Händler ein Ersatzteil bestellt, das dann nach drei Wochen endlich beim Händler eintraf.
Es handelte sich um einen Filzteppich von einer Grösse von ca 1 m2.
Nachdem ich die Rechnung gesehen habe, ist mir doch glatt die Kinnlade heruntergefallen.
der Teppich mit einem Warenwert von ca. 10 € sollte 324 € plus MWSt kosten.
Ich habe höflich abgelehnt und den Einbau des Filzteppichs in mein KFZ verweigert.
Der Händler bestand auf der Abnahme des Teppichs mit der Begründung ich hätte mich ja vorher nach dem Preis mich erkundigen können. Außerdem würde das Zentrallager von Toyota den noch in der Folie verschweißte Teppich nicht mehr zurücknehmen.
Er bestand auf der Zahlung von fast 400 € und es blieb mir nicht anderes übrig als zähneknirschend zu zahlen.
Die Kofferraumabdeckung habe ich beim Händler gelassen.
Kann man mich zur Abnahme zwingen, obwohl das Ersatzteil deutlich überteuert ist, oder kann ich hier von der Bestellung zurücktreten?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

bis zu Ihrer "zähneknirschenden" Zahlung hätten Sie m.E. gute Chancen gehabt, um eine Zahlung "herumzukommen". Denn bis dahin konnte man wohl noch nicht davon ausgehen, dass zwischen Ihnen und dem Händler ein bindender Kaufvertrag über den Filzteppich zustandegekommen ist. Ist nämlich der Kaufpreis für die eine Partei offen, liegt im Zweifel noch kein Kaufvertrag vor.

In dem Moment, wo Sie den Teppich bezahlten, wird man darin Ihre letztendliche Zustimmung zu dem Vorgang sehen müssen. Juristisch kann man darin eine (konkludente) Annahme des Handlerangebots zum Kaufvertrag (über den Filzteppich) sehen, der damit als bindend geschlossen gilt. Sie hätten den Geldbetrag "mit Vorbehalt" zahlen sollen. So müssen Sie den Teppich bezahlen (was ja bereits erfolgt ist) und abnehmen.

Ich würde Ihnen raten, keine weiteren Schritte in dieser Sache zu unternehmen, da kaum Erfolgsaussichten bestehen und nur noch mehr Kosten drohen. Ausnahme: Sie können beweisen (z.B. durch Zeugen), dass die Zahlung nicht wirklich auf den "Vertrag" hin erfolgte, sondern nur zur vorläufigen Vermeidung von Problemen mit dem Händler. Dann sollten Sie sich an einen Kollegen vor Ort wenden, um die Sache nochmals genau begutachten zu lassen. Zahlen Sie in Zukunft NIE ohne Not einen Geldbetrag, wenn Sie noch im Zweifel über die Rechtmäßigkeit der Zahlung sind, sondern holen Sie vorher den Rat eines Anwalts ein. Wenn dies nicht möglich ist, zahlen Sie immer zumindest "unter Vorbehalt bzw. Protest".

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER