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Rückgabe von 2.Wahl Artikeln - Privatverkauf im gewerblichen Ebayshop


05.09.2006 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Hallo,

wir haben etliche Accessoires im Lager liegen, die mangelhaft von unseren Kunden zurückgekommen sind. Da unser Händler dies nicht ersetzen will, würde ich die Artikel gerne in unserem Ebay Shop als 2.Wahl deklariert, verkaufen.

Natürlich würden wir die Mängel genau kennzeichnen und unsere Käufer darauf hinweisen, dass der Artikel nicht ganz einwandfrei ist. Zusätzlich werde ich noch Bilder einstellen.

Was uns beschäftigt:
Muss ich dem Kunden auch bei solchen Artikeln das Widerrufsrecht einräumen?

Falls nein, welchen Text verwende ich dann für den Ausschluß des Rückgaberechts.

...da wir sehr hohe Zugriffszahlen haben und mein persönlicher Kleiderschrank ausgemistet werden muss, möchte ich die Artikel auch über unserem Shop anbieten. Natürlich als Privatperson natürlich ohne Rückgaberecht. Kann ich meine Artikel in einer Extrasparte über unserem Shop anbieten oder muss ich dem Kunden auch hier Rückgaberecht gewährleisten bei meinen privaten Artikeln.

vielen Dank.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die Regelungen für Fernabsatzverträge finden nur Anwendung auf Geschäfte zwischen Unternehmers (§ 14 BGB) und Verbrauchern (§ 13 BGB). Sofern Sie Waren über Ihren gewerblichen Account anbieten handeln Sie als Unternehmer, unabhängig von der Herkunft der Artikel und müssen die Käufer hinreichend im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften unterrichten und Widerrufs- und Rückgaberechte einräumen.

Sie sollten die 2.-Wahl-Artikel wie gewöhnlich über Ihren gewerblichen Account verkaufen, auch wenn die Sachen ggf. bereits abgeschrieben sind. Diese stehen auf jedem Fall im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit als Unternehmer. Die Angabe "etlicher" Gegenstände spricht zudem für den gewerblichen Umfang.

Für Ihre Kleidungsstücke empfehle ich einen gesonderten privaten Account einzurichten. Dann gelten sie Fernabsatzregelungen nicht, sofern der Verkauf nicht in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit erfolgt; eine Unternehmereigenschaft kann sich aber auch hier aus dem Umfang ergeben. Die Grenzen sind dabei fließend.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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