Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückgabe firmeneigenen Inventars


19.12.2007 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Hallo,

ich möchte gerne einen Rat zu folgendem Sachverhalt:

ich bin Pharmareferentin und habe bei meinem jetzigen Arbeitgeber zum 31.12.2007 gekündigt, da ich ab Jan. 2008 eine neue Stelle anfange.
Ich bin im Moment krank und vom Arzt arbeitunfähig geschrieben.
Nun geht es darum das firmeneigene Inventar wie z.B. Computer,
Firmenfahrzeug etc. zurückzugeben. Normalerweise sollte dies
vom Mitarbeiter in die Firma gebracht werden. Da ich nun aber krank bin, habe ich um Abholung gebeten. Das wurde mir auch zugesagt unter der Bedingung, daß ich die Kosten hierfür in Höhe von 300-500 Euro tragen soll. Das möchte ich aber nicht. Wie sehen Sie das?
Außerdem habe ich noch 3 Tage Resturlaub, den ich nun auf Grund meiner Krankheit auch nicht mehr nehmen kann. Ist mein Arbeit-
geber verpflichtet, mir diesen Resturlaub auszuzahlen?

Vielen Dank für eine rasche Antwort

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
Grundsätzlich müssen die Arbeitsgegenstände, die Ihnen der Arbeitgeber überlassen hat zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses zurückgegeben werden. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Rückgabe ist der Arbeitnehmer, also Sie. Dabei muss die Rückgabe grundsätzlich in den Räumen des Arbeigebers erfolgen, soweit nichts anderes vereinbart worden ist. Ich gehe davon aus, dass in Ihrem Falle eines solche, vom Regelfall abweichende Vereinbarung nicht abgeschlossen wurde. Anderes könnte gelten, wenn der Arbeitgeber Ihnen die Arbeitsgegenstände zum Beginn des Beschäftigungsverhältnisses zu Ihnen nach Hause gebracht hat. Dies bedarf jedoch einer genaueren Prüfung.

Können Sie die Arbeitsgegenstände nicht selbst übergeben, sollten Sie einen Dritten beauftragen, der die Arbeitsgegenstände zurückgibt. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, kann der Arbeitgeber die Arbeitsgegenstände selbst abholen. Die dadurch anfallenden Kosten haben grundsätzlich Sie zu tragen. Nach Ihrer Schilderung hat der Arbeitgeber bereits angekündigt Sie an den Kosten zu beteiligen. Inwieweit die Höhe der Kosten angemessen ist, kann von hier nicht beurteilt werden.Geben Sie die Arbeitsgegenstände nicht zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses zurück befinden Sie sich in Verzug und haften grundsätzlich für einen möglichen Verzugsschaden.

Daher sollten Sie versuchen auf eigene Kosten, möglicherweise günstiger, einen Dritten zu beauftragen, die Arbeitsgegenstände an den Arbeitgeber zurückzugeben.

Etwas anders gilt, wenn Sie z. Bsp. so krank wären, dass Sie keinen Dritten beauftragen könnten. Dies liegt bei Ihnen jedoch offensichtlich nicht vor.

2.
Urlaub, welcher Aufgrund der Beendiggung des Beschäftigungsverhältnisses nicht mehr gewährt werden kann, ist vom Arbeitgeber auszuzahlen; § 7 Absatz 4 BUrlG. Aus welchem Grund der Urlaub nicht gewährt werden konnte, ist dabei unerheblich.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2007 | 16:05

Vielen Dank für diese schnelle Antwort.
Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit meinen Ehemann zu schicken, da er der Einzige ist, der berechtigt wäre, das Firmenfahrzeug zu fahren. Der ist aber selbstständig und hätte dadurch einen ganzen Tag Arbeitsausfall. Beteiligt sich der Arbeitgeber unter Umständen an diesem entgangenen Verdienst?
Was tut derjenige, der alleinstehend ist und zusätzlich krank.Hat der auch für die anfallenden Kosten einer Abholung aufzukommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2007 | 10:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie ich bereits ausgeführt habe, hat die Übergabe an der Betriebsstätte des Arbeitgebers zu erfolgen. An die dafür anfallenden Kosten muss sich der Arbeitgeber nicht beteiligen.

Ob er dies aus Kulanz macht, können Sie nur direkt mit ihm klären.

Soweit nur Sie und Ihr Mann berechtigt sind, das Firmenfahrzeug zu nutzen und Sie nicht fahrtüchtig sind und Ihr Mann aus tatsächlichen Gründen (z. Bsp. auswärtige Termine) das Fahrzeug nicht fristgemäß zurückbringen können, kommen Sie hinsichtlich des Firmenfahrzeuges durch die nicht fristgerechte Rückgabe möglicherweise nicht in Verzug. Dies gilt jedoch nicht für die anderen überlassenen Arbeitsmittel.

Ich empfehle Ihnen ausdrücklich die Arbeitsmittel fristgerecht zurückzugeben. Bitten Sie Ihren Arbeitgeber z. Bsp. für die Rückgabe des Firmenfahrzeuges einer weiteren Person die Berechtigung zum Führen des Fahrzeuges zu gestatten um es dann zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses zurückzugeben.

Die Beantwortung der Frage in der von Ihnen angesprochenen (neuen) Konstellation, ist nicht von den Bedingungen der Nachfragemöglichkeit gedeckt, da es sich um eine neue Frage handelt. Ich kann Ihnen jedoch bei Interesse diese Frage gerne beantworten, nutzen Sie dazu bitte die Möglichkeit der persönlichen Beratungsanfrage neben meinem Konterfei.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER