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Rückgabe eines Sattels

31.07.2016 08:53 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als Sattelverkäufer tätig und habe momentan folgendes Problem:
Am 28.4 hatte ich einen Verkaufstermin bei dem ich bei einer Kundin einen Sattel verkauf habe, der Sattel ist sehr indiviuelle anpassbar und wurde an diesem Tag auch von mir angepasst verkauft. Die Kundin ist mind. 1h Stunde pro geritten und das Pferd lief sehr gut und die Kundin war sehr zufrieden. Da wir das Modell erst bestellen musst habe ich er Kundin ein Leihmodell dargelassen (das Modell ist für das Pferd identisch nur für den Reiter anders), die Leihgebühr wurde auf ein Minimum reduziert da Sie einen Sattel bei mir gekauft hatte. An diesem Tag habe ich die Kundin darauf hingewiesen das ihr Pferd massive Blockaden durch den Alten Sattel hat, die behoben werden müssen da sie sonst zu einem Problem führen können.
Die Kundin ritt nun bis zum 24.5 mit diesem Leihsattel ( sogar Turnier) und war mehr als zufrieden, am 24.5 hat Sie von mir Ihren eigenen Sattel bekommen und auch an dem Tag wurde Ihr Modell 1 h Probegeritten und alles war toll.
Keine Woche später ruft Sie an und meint das Pferd läuft nicht ich soll vorbei kommen.
Diesen Nachtermin habe ich mit meinem Geschäftspartner und dessen Frau wahrgenommen und bei diesem Termin wurde der Sattel auf Wunsch der Kundin enger gemacht (was nichts mehr mit korrektem Anpassen zu tun hat/ aber die Kundin dies so wollte) in unseren Augen wurde an diesem Tag ein Buckeln unter dem Sattel provoziert und seltsamer Weise auch immer in der gleichen Ecke der Reithalle.
Das Pferd hatte auch an diesem Tag massive Blockaden so das in unseren Augen ein stressfreies laufen mit dem Sattel unmöglich war, diese wollte die Kundin aber nicht hören und der Sattel wurde nach ihren Wünschen angepasst.
Eine Woche später rief Sie an Pferd läuft immer noch nicht , und Sie hätte fest gestellt der Sattel sei schief. Drauf hin wurde der Sattel zum Hersteller geschickt und überprüft, der Sattel wurde vom Hersteller wieder zurück geschickt da er 100% in Ordnung ist und lt. Hersteller solche Probleme nicht von diesem Sattel kommen können!
Der Sattel kam Montags bei der Kundin an und ich sagte Ihr sie solle Bitte damit reiten und mir eine Rückmeldung geben.
Daraufhin habe ich fast 2 Woche nichts mehr gehört und ging davon aus alles sei ok.
Dann wurde ein Schreiben an meinen Geschäftspartner geschickt mit Rücktritt des Kaufvertrages wegen nicht passen des Sattels!
Da ich selbstständig tätig bin hat mein GP gar nichts mit diesem Geschäft zu tun (die Kundin hat von MIR eine Visitenkarte mit Adresse und Kontaktdaten).
Also hat doch mein GP damit gar nichts zu tun?!
Jetzt kam gestern ein Brief vom Anwalt an meinen GP mit Rückforderung vom Kaufpreis (er hat nie Geld von dieser Frau bekommen)

Die Rechnung wurde von mir ausgestellt, leider habe ich wohl einen Fehler begannen und habe meine Adresse nicht auf der Rechnung vermerkt sondern eine Visitenkarte dran geheftet.

Nun meine Fragen:
1) Hat die Kundin durch die "fehlerhafte Rechnung " einen Angriffspunkt bei mir?
2) kann Sie überhaupt generell vom Kaufvertrag zurück treten wegen " nicht passen" ( Sachmängel gibt es nach Überprüfung durch den Hersteller nicht)
3) wie soll mein GP jetzt auf das Anwalts schreiben reagieren (er hat ja im Grunde nichts damit zu tun)
4) die Agb´s wurde separat ausgehändigt, die Kundin hat diese natürlich angeblich jetzt nie bekommen?!
5)Muss ich schon tätig werden? Bisher ist bei mir kein Widerruf eingegangen
6) wenn ich Ihr eine Rücknahme anbiete, kann ich dann die Fahrtkosten und das Probereiten usw. vom Kaufpreis abziehen ( da diese Kosten nur bei Kauf entfallen)

Vielen Dank für Ihre Hilfe



Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen mit den folgenden Informationen weiter:

1.
Bezüglich der Rechnung sehe ich kein Problem, nein. Sie waren von vorne herein der zuständige Ansprechpartner der Dame und sie wusste dies auch. Ihre Adresse und Kontaktdaten waren ihr bekannt.
Sollte sie dies bestreiten und behaupten, die Situation sei unklar gewesen, können Sie die Rechnung noch immer mit den ergänzten Adressdaten ausstellen, da die Angelegenheit nicht verjährt ist.

2.
Ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist - wie Sie selbst anmerken - nur dann möglich, wenn ein Sachmangel vorliegt. Sie kann dies zwar weiterhin behaupten, muss dies im Falle einer weiteren streitigen Auseinandersetzung aber auch voll nachweisen können. Dies dürfte ihr nach Ihrer Schilderung nicht gelingen.

3.
Ihr Geschäftspartner sollte die Rechnung zurückweisen und den bestehenden Hintergrund erläutern. Generell ist zu empfehlen, nach außen hin nicht von einem Geschäftspartner zu sprechen, sondern eher zu erläutern, wie der Hintergrund ist. Sie können beispielsweise seinen Namen und die Firma benennen, für die er arbeitet und dass Sie in diesem Fall mit ihm als Berater kooperieren oder ähnliches. Durch die Wortwahl "Geschäftspartner" könnten Sie sonst provozieren, als GbR und damit als rechtliche Einheit gesehen zu werden. Ähnliche Probleme könnten sich dann wiederholen.

4.
Wenn Sie AGB nutzen, sollten Sie sich den Erhalt durch eine Unterschrift, zum Beispiel gemeinsam mit einem Auftragsformular, bestätigen lassen. Nur wenn Sie die Aushändigung und Kenntnisnahmemöglichkeit der Kundin nachweisen können, gelten diese als mit vereinbart.
Anderenfalls befinden Sie sich jedoch in keinem rechtsleeren Raum, es gelten dann vielmehr die gesetzlichen Vorschriften des BGB.

5.
Tätig werden müssen Sie erst dann, wenn Ihnen gegenüber eine Forderung aufgemacht wird. Unabhängig davon können Sie natürlich Ihre Rechnung weiter verfolgen und zum Beispiel anmahnen.

6.
Dies ist letztlich Verhandlungssache, da Sie den Sattel überhaupt nicht zurücknehmen müssen. Es handelt sich also um eine Kulanzlösung, bei der natürlich auch die Bedingungen verhandelbar sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiterhelfen konnte und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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