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Rückgabe eines Erbstückes nach Trennung

| 23.10.2010 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Hallo, ich habe folgende Frage:
die Trennung von meinem Ex-Partner fand vor ca 4 Jahren statt. Bei meinem Ausug nahm ich alle meine Sachen mit, bis auf einen großen Porzellankamin aus dem 18. Jhd, ein Familienerbstück meiner Familie, geschätzter Wert: ca 10.000 euro. Wir vereinbarten damals mündlich, dass ich den Kamin so lange bei ihm stehen lasse, bis ich ihn holen und stellen kann - ich konnte ihn leider aus rein logistischen Gründen nicht mitnehmen. Vereinbart war allerdings, dass ich ihn hole, sobald ich kann.
Dies ist nun der Fall, ich wohne in einem Haus und kann den Kamin meiner Familie endlich stellen. Doch mein Ex-partner rückt ihn nicht heraus und weiß von der Vereinbarung angeblich nichts mehr. Stattdessen beruft er sich auf folgendes:
Am Tag meines Auszuges, hielt er mir eine eigens erstellte Excel-Tabelle vor, die alle Gegenstände enthielt, die trotz des Auszuges in seinem Haus bleiben sollten, Dinge, die ich in unserer gemeinsamen Zeit angeschafft hatte, wie Lampen etc, die aber im Haus bleiben sollten. Wir errechneten die Werte dieser Gegenstände und er zahlte mir das Geld für die Dinge, damit er sie behalten konnte. Der Kamin war selbstverständlich NICHT Teil der Tabelle. Unter der Tabelle stand folgender Satz: Hiermit versicheren wir, dass wir nun keine weiteren Forderungen mehr an den anderen stellen, wir beide unterschrieben dieses Blatt.
Auf dieses Blatt beruft er sich nun, obwohl der Kamin nie Teil dieser Tabelle war - als Familienerbstück war völlig klar und auch abgesprochen, dass ich ihn hole, sobld ich kann.

Wie rechtskräftig ist nun dieses Blatt mit der Tabelle und wie komme ich an mein Erbstück, den Kamin?
Vielen Dank, lilly35b
23.10.2010 | 14:25

Antwort

von


(344)
Austr. 9 1/2
89407 Dillingen a. d. Donau
Tel: 09071/2658
Web: http://www.rechthilfreich.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für die Anfrage(n) via frag-einen-anwalt . Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür angedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens völlig anders ausfallen. Auf Grundlage Ihrer Angaben beantworte ich die Fragen weiter wie folgt:

1. Der Eigentümer kann von dem Besitzer gemäß § 985 BGB jederzeit die Herausgabe der Sache verlangen.

a) Sie wurden als Erbe Eigentümer des Porzellankamins.

b.) Der jetzige Besitzer hat kein Recht zum Besitz.

Insbesondere kann er sich nicht auf die damals angefertigte Liste berufen. In dieser Liste wurde nämlich das Erbstück aus guten Gründen gerade nicht aufgeführt!

Sie sollten nun dem unberechtigten Besitzer per Einschreiben mit Rückschein eine 2 Wochen lange Frist setzen, innerhalb der er Ihnen den Kamin zu übergeben hat. Nach erfolglosem Fristablauf käme der Ex - Partner in Verzug, sodass ihn dann die Kosten eines von Ihnen beauftragten Rechtsanwaltes träfen.

Sollte ein beauftragter Rechtsanwalt dann nach nochmaliger Aufforderung zur Herausgabe des Kamins zur Klage auf Herausgabe raten, so müssten Sie substantiiert vor Gericht darlegen und beweisen, dass es sich bei dem Stück um ein Familienerbstück handelt. Da es sich um eine Antiquitäte aus dem Familienbesitz handelt würden Sie keine Rechnung vorlegen können. Deshalb sollten Sie im Streitfall zumindest Zeugen für die Tatsache, dass es sich um ein Stück aus Ihrem Familienbesitz handelt, benennen können.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion, um an mich eine kostenfreie Nachfrage zu richten. Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Bewertung des Fragestellers 23.10.2010 | 15:17

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danke für die superschnelle und verständliche Hilfe!!!


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