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Rückgabe einer geliehenen Sache - muss der Entleiher sie bei Diebstahl ersetzen?

| 07.12.2012 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Für die Zeit, in der meine Tochter (13) im Urlaub ist, verleiht sie ihr Fahrrad (guter Zustand, 1 Jahr alt) an ihre beste Freundin (14). Die Eltern beider Kinder wissen davon.

Die Freundin stellt das Fahrrad bei sich zuhause im CarPort ab und schließt es mit einem Fahrradschloss ab. Das Fahrrad wird dort gestohlen.

Mal abgesehen von einer moralischen Verpflichtung: haften die Eltern der Freundin für den uns entstandenen Schaden? Sprich: müssen sie uns den Zeitwert des Fahrrads ersetzen?
___

Randbemerkungen:

Aus §§ 598-606 BGB konnte ich das nicht herauslesen, da einerseits eine Rückgabe gefordert ist, andererseits der bestimmungsgemäße Gebrauch eingehalten ist.

Wir haben nur eine Schul-Fahrrad-Diebstahl-Versicherung, da das Fahrrad bei uns immer in einer abgeschlossenen Garage steht. Die Haftpflicht-Versicherung der Eltern der Freundin zahlt nicht, weil das Rad abgeschlossen war und sie "ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben".

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Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzwertes gerne wie folgt beantworten möchte:

Zunächst möchte ich festhalten, dass ich Ihren Ärger grundsätzlich nachvollziehen kann.

Allerdings sehe ich hier keine keine Pflicht der Eltern der Freundin Ihrer Tochter für den Schaden aufkommen zu müssen.

Denn Eltern haften nur bei einer Verletzung ihrer gesetzlichen Aufsichtspflicht für den Schaden, den ihr Kind bei einem Dritten dadurch verursacht hat gem. § 832 BGB.
Eine Aufsichtspflichtverletzung kann ich hier nicht erkennen. Die Freundin ihrer Tochter hat das Fahrrad ordnungsgemäß abgeschlossen abgestellt.
Mehr kann auch nicht von den Eltern verlangt werden.

An dieser Stelle bleibt mir nur Ihnen zu raten, dass Sie den Diebstahl des Fahrrades bei der Polizei anzeigen. Sollte der Dieb gefasst werden, haben Sie bzw. Ihre Tochter Anspruch auf Herausgabe des Fahrrades oder auf Schadensersatz gegenüber dem Dieb.

Vielleicht können Sie sich ja auch mit den Eltern der Freundin Ihrer Tochter einigen, dass sie wenigstens einen Teil des Schaden erstatten, um wenigsten ihrer "moralischen Verpflichtung" nach zu kommen.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie positivere Antwort geben zu können.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen trotzdem eine erste rechtliche Orientierung gegeben.

Bei Verständnisproblemen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2012 | 11:48

Keine Nachfrage, sondern eine Ergänzung:

Die Eltern der Freundin haben über ihren Anwalt eine leicht andere Auskunft bekommen: dort wurde Verletzung der Aufsichtspflicht in den Vordergrund der Betrachtung gestellt, also die Frage, ob das Fahrrad tatsächlich abgeschlossen war. Hinsichtlich der Beweisbarkeit dessen, ob das Fahrrad abgeschlossen war, stehe Aussage gegen Aussage. (Wobei wir diese Aussage nie bezweifelt hatten.)

Wir haben uns mit der Familie auf einen finanziellen Schadenersatz (Hälfte der Kosten für die Ersatzbeschaffung) geeinigt.

Vielen Dank für Ihre umfassende Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2012 | 11:57

Es freut mich, dass Sie sich mit den Eltern der Freundin Ihrer Tochter einigen konnten.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin


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