Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückforderung von Vorerbe

10.06.2008 13:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Mein Vater hat mir eine hohe Summe 108.000Euro als Vorerbe ausgezahlt, allerdings nicht als solche deklariert. Mir wurde die Summe in mehreren Teilbeträgen überwiesen, und habe davon eine Eigentumswohnung erworben. Das Geld war für diese Wohnung gedacht das wurde aber nirgends schriftlich festgehalten. Jetzt möchte ich diese Wohnung gerne veräussern und eine andere Immobilie davon erwerben.
Mein Vater ist dadrüber so wütend das er das Geld zurück fordern will.
Besteht die Gefahr, das ich das Geld zurückzahlen muss?

Vielen Dank im vorraus für die Antwort

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Dem Vorerbe obliegt es, die Erbschaft ordnungsgemäß zu verwalten, wobei ihm hierbei die Nutzungen zustehen.
Verwendet der Vorerbe Erbschaftsgegenstände eigennützig für sich, ist er dem Nacherben gegenüber gem. § 2134 Satz 1 BGB nach Eintritt des Nacherbfalls zum Wertersatz verpflichtet.

Die Vor- und Nacherbeneinsetzung ist in § 2100 BGB geregelt. Danach kann der Erblasser einen Erben in der Weise einsetzen, dass dieser erst Erbe wird (Nacherbe), nachdem zunächst ein anderer Erbe geworden ist (Vorerbe).
Die Vorerbschaft wird erst durch den Tod des Erblassers ausgelöst.
Mit dem Eintritt des Falles der Nacherbfolge hört der Vorerbe auf, Erbe zu sein, und die Erbschaft fällt dem Nacherben an.

Sie sind also noch nicht Vorerbe, da Ihr Vater noch lebt. Eine Rückforderung der Ihnen zugewendeten Gelder kann Ihr Vater nur dann verlangen, wenn Ihr Vater die Gelder unter der Bedingung zugewendet hat, dass die Gelder ausschließlich für die jetzige Eigentumswohnung aufgewendet werden sollen und im Falle einer Veräußerung der ETW eine Rückzahlung an ihn zu erfolgen hat.

Ohne Verfügung in einem Testament Ihres Vaters dürfte sich die Zuwendung als Schenkung darstellen.
Eine Schenkung kann nach § 530 BGB widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers groben Undanks schuldig gemacht hat.

Diese Voraussetzungen sind nach Ihren Angaben nicht erfüllt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2008 | 14:36

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Es gibt nichts schriftliches über den Verwendungszweck des Geldes. Es wurde mir nur mündlich gesagt das ,das Geld für die Wohnung gedacht ist.
Also ist das Geld eine Schenkung und ich kann es behalten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2008 | 15:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn Ihrem Vater ansonsten keine Beweismittel (Zeugen etc.) zur Verfügung stehen, ist von einer Schenkung auszugehen. Eine Rückzahlungsverpflichtung ist unter Zugrundelegung Ihrer Angaben wenig wahrscheinlich.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70557 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER