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Rückforderung eines Privatdarlehens


24.09.2006 01:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

hier ein sehr interessanter Fall:

Ich habe meiner damaligen Freundin (als wir uns noch bestens verstanden haben) auf ihre Bitte hin einen Betrag von 10.000 Euro für den Kauf eines Wagens vorgestreckt.

Dieses habe ich auch mit einem schriftlich fixierten Schuldanerkenntnis besiegelt. In diesem Schriftstück, welches von beiden Seiten unterschrieben wurde, ergibt sich der Gesamtbetrag inkl. Zinsen bei einer entsprechend auf 5 Jahre ausgelegten, monatlichen Ratenzahlung.

Da mir zwischenzeitlich aus verschiedenen Gründen Bedenken aufkamen, ob nach unserer Trennung der Betrag über die Gesamtzeit von 5 Jahren weiter bezahlt werden kann (sie ist selbständig, schwankendes Einkommen, keine Sicherheiten) und aufgrund diverser Vorfälle (keine weiteren Kontakte und sehr gestörtes Verhältnis zueinander) möchte ich nun folgende Sachverhalte und die daraus resultierenden Fragen von Ihnen beantwortet bekommen:

1. Ich habe bereits ein Einschreiben geschickt, wobei ich um Rückzahlung der Gesamtsumme innerhalb von einer angemessenen Frist von vier Wochen gebeten habe.
Ist dies so durchsetzbar und wenn ja wie? Ich habe schließlich bisher wie im Schuldanerkenntnis eine Ratenzahlung vereinbart, deren Zahlung bisher auch regelmäßig erfüllt worden ist.

2. Da die Frist wohl fruchtlos verstreichen wird, stellt sich die Frage, wie ich weiter verfahren kann. Ich habe keinerlei Sicherheiten außer dem Schuldanerkenntnis von ihr und den noch geleisteten Ratenzahlungen - die aber auch irgendwann ausbleiben könnten.
Der neu gekaufte Wagen könnte ja auch wieder verkauft werden und somit zur Begleichung der Schulden herangezogen werden.

Somit nochmals kurz gefasst: Ist überhaupt eine sofortige Rückzahlung des gesamten "Privatkredits" durchsetzbar und wenn ja wie ?

Ich selbst habe dafür einen Kredit, den ich regelmäßig bedienen muß, aufgenommen. Diese Summe möchte ich auch nunmehr sofortig wieder auflösen - aus verständlichem Grunde. Wird nämlich meine Exfreundin krank oder arbeitsunfähig oder schwanger ist die Rückzahlung nicht mehr gesichert. Außerdem basierte die Gewährung des Geldes seinerzeit auch auf der Grundlage einer gemeinsamen Zukunft.

Für eine schnelle Beantwortung der Fragen bedanke ich mich im voraus.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Bei diesem von Ihnen erwähnten Schuldanerkenntnis dürfte es sich bei näherer Auslegung um einen Darlehensvertrag über eine Darlehenssumme von EUR 10.000,00 handeln.
Als Rückzahlungsbedingung ist eine ratierliche Zahlungsfrist von fünf Jahren vereinbart.
Von einer Vereinbarung einer Verzinsung haben Sie nichts vorgetragen.
Somit würde sich eine Rückzahlungsrate von EUR 166,66 ergeben.

Sie selbst tragen vor, dass die Raten regelmäßig fristgerecht zurückgezahlt werden, so dass es trotz Ihrer etwaiger Bedenken zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sein dürfte, eine sofortige Rückzahlung – auch unter einer Frist von vier Wochen - zu verlangen.
Dies würde zum momentanen Zeitpunkt vertragswidriges Verhalten darstellen, zumal bisher aus Verzug keine Möglichkeit bestünde, das Darlehen vorzeitig zu kündigen.
Eine etwaig vereinbarte anderweitige frühzeitige Kündigungsmöglichkeit bei Einhaltung der Rückzahlungsraten wurde nicht vorgetragen.


Sie mutmaßen trotz der bisherigen Einhaltung der Ratenzahlung, dass diese während der Zeit von fünf Jahren ins „Stocken“ geraten wird.
Auch in diesem Falle lässt sich ein Blick in das von Ihnen als Schuldanerkenntnis bezeichnete Schriftstück werfen, um eine etwaig sich daraus ergebende Kündigungsmöglichkeit zu erkennen.

Ansonsten sollte die Darlehensnehmerin durch Mahnung mit etwaigen monatlichen Raten in Verzug gesetzt werden, da über einen Termin, der sich nach dem Kalender für die Monatsraten bestimmt oder bestimmbar ist, nichts vorgetragen wurde.
So ab zwei bis drei rückständigen Monatsraten dürfte auch die Kündigung und Endfälligstellung des Darlehens möglich sein, wofür Sie jedoch aus den oben genannten Gründen noch Geduld aufbringen werden müssen.

Sollte diese Endfälligstellung erfolgreich gelungen sowie sodann keine Zahlung der Restdarlehenssumme erfolgt sein, wäre ggf. unter Verzugsetzung in einem gerichtlichen Mahnverfahren oder über ein Klage ein Titel in Form eines Vollstreckungsbescheides oder eines Urteils zu erwirken.
Mit diesem Titel stünde Ihnen die Türe der Möglichkeiten der Zwangsvollstreckung weit offen.

Im Übrigen ändert sich an dem oben Vorgetragenen nichts, unabhängig davon ob das dem Darlehen zugrunde liegende Geld aus eigenen Mitteln oder einer Finanzierung Ihrerseits stammt.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
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