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Rückforderung Maklerprovision

| 03.09.2010 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag,
ich habe im Februar 2009 über einen Makler eine Wohnung vermittelt bekommen, wofür ich 2 Monatsmieten Maklerprovision bezahlt habe. Die Wohnung wurde abgenommen und übergeben durch diesen Makler. Die Vermieter habe ich bis heute nicht persönlich kennengelernt. Sie sind ein älteres Ehepaar und wohnen in einiger Entfernung. Es handelt sich um ein Haus mit 2 Wohnungen, die beide meinen Vermietern gehören, das Erdgeschoß beinhaltet eine Versicherung, die evtl. selber Besitzer sind. Bei meinem Einzug wurde auf dem Übergabeprotokoll vermerkt, dass sich im Wohnzimmer feuchte Stellen befänden, die beseitigt würden. Es wurde von außen der Putz aufgeschlagen und erneuert. Leider werden die Stellen bei starkem Regen immer noch feucht, die Maßnahme war nicht erfolgreich. Daher habe ich vor kurzem einen Brief an meine Vermieter verfasst, in dem ich auch die anderen Mängel reklamierte. Der Gasbackofen funktioniert nicht, das Laminat weist Lücken von 0,7 cm stellenweise auf.......Die Vermieter sind sehr entgegenkommend und teilten mir mit, dass Herr......., der Verwalter bzw. Makler, der mir die Wohnung vermittelt hat, die reklamierten Mängel mit Handwerkern besichtigen werde. Dies war der Fall.Der Verwalter hat das Mängelprotokoll meines Briefes an die Vermieter und geht dies mit den Handwerkern Schritt für Schritt an der reklamierten Sache durch und bespricht mit den Handwerkern, was man tun muss. Alle Termine für Handwerker werden zwischen dem Makler und mir telefonisch vereinbar, indem der Makler mich anruft und fragt, wann ich zuhause wäre. Auch bei Mängeln in der anderen Wohnung kümmert sich der Verwalter, der aber lt. meinen Vermietern nur Verwalter nach WEG Recht ist. Als sie mir die Nebenkostenabrechnung schickten, war eine Kopie des Verwalters über die Aufteilung der auf meine Wohnung fallenden Kosten dabei, die monatsgerechte Aufteilung wurde allerdings von meinen Vermietern vorgenommen, da ich ja nur 11 Monate hier gewohnt habe 2009.Auch die Wasseruhr wurde zur Feststellung meines Verbrauches vom Makler/Verwalter abgelesen, wie die Vermieter in ihrer Nebenkostenabrechnung anführen.Die Reparaturarbeiten werden natürlich von den Vermietern vergeben werden, die Rechnung wird auch an sie gehen.
Welche realistischen Chancen habe ich, meine Provision zurück zu bekommen?
Besten Dank im Voraus!
mfg

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Grundsätzlich bestimmt das Wohnungsvermittlungsgesetzes zwar, dass ein Wohnungsvermittler keinen Anspruch auf Maklerprovision hat, wenn er gleichzeitig Eigentümer, Vermieter, Mieter oder Verwalter der Wohnung ist.
Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 13. 3. 2003 - III ZR 299/ 02) ist damit nur der Wohnungsverwalter gemeint, der im Auftrag des Eigentümers oder Vermieters die konkrete Wohnung selbst verwaltet.

Nicht gemeint ist nach der Entscheidung des BGH dagegen der Verwalter des gemeinschaftlichen Eigentums der Wohnungseigentumsanlage (WEG) insgesamt. Dieser WEG-Verwalter ist grundsätzlich nicht für die einzelne Wohnung zuständig. Hier bleibt der Eigentümer oder Vermieter selbst verantwortlich. Sofern dieser WEG-Verwalter eine Wohnung aus der Eigentumsanlage vermittelt, kann er hierfür eine Provision einfordern.

Nach dem BGH-Urteil muss nun im Einzelfall geklärt werden, was für eine Art Verwalter derjenige ist, der die Wohnung vermittelt hat.

Zusammenfassende ergibt sich Folgendes:
Ist der Wohnungsvermittler Verwalter der einzelnen Wohnung, kann er keine Maklerprovision verlangen.
Ist er dagegen Verwalter der gemeinschaftlichen Eigentumsanlage, betreut er die gesamte Wohnanlage, dann kann er, wenn er als Vermittler tätig wird, durchaus Maklerprovision fordern.

Laut Ihren Angaben könnte gegen eine WEG Verwaltertätigkeit sprechen, das dieser einen Großteil der Verwaltungsaufgaben bzgl. der einzelnen Wohnung übernimmt. Als Beispiele wäre hier die Abwicklung von Mängelrügen anzuführen.
Für eine verwaltende WEG Tätigkeit spricht jedoch, dass u.a. die Aufträge für Reparaturarbeiten von den Eigentümern ausgehen und der Makler die Arbeiten lediglich überwacht. Ferner haben Sie erwähnt, dass die Nebenkostenaufstellung von den Eigentümern vorgenommen und an Sie übermittelt wurde.

Ob nun in ihrem konkreten Fall die Vorschrift des Wohnungsvermittlungsgesetzes (§ 2 WoVermittG), nach der ein Provisionsanspruch für denjenigen ausgeschlossen ist, der gleichzeitig Verwalter der vermittelten Wohnung ist, hier greift, kann hier nicht abschließend seriös beurteilt werden.
Ich rate Ihnen daher eine Rechtsanwalt aufzusuchen, um Ihre Interessen gegenüber dem Makler/ Verwalter zu vertreten. Gerne stehe ich Ihnen hierzu zur Verfügung.


Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.


mit freundlichen Grüßen




Dirk Dreger
Rechtsanwalt

Rechtsanwaltskanzlei Dirk Dreger
Jordanstrasse 31
40477 Düsseldorf
Tel.: 0157-74654621
HP: www.rechtsanwalt-dreger.de
E-Mail: kontakt@rechtsanwalt-dreger.de

Bewertung des Fragestellers 03.09.2010 | 19:53

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Stellungnahme vom Anwalt:
Die Anhaltspunkte für/ gegen einen Provisionsrückzahlungssanspruch wurden aufgezeigt. Eine seriöse Rechtsberatung gebietet es, keine spekulativen Ratschläge zu erteilen.
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