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Rückforderung Krankenkasse 400 Euro Tätigkeit

02.11.2018 17:47 |
Preis: 30,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Im Juli 2012 habe ich neben einer selbstständigen Tätigkeit auch noch einen 400 € Job aufgenommen. Weder der Steuerberater noch die Krankenkasse haben mich nach dem sie Kenntnis von dieser Tätigkeit von mir bekommen haben, darauf hingewiesen, dass ich als selbstständige Krankenkassen Beiträge auf die 400 € bezahlen muss! So habe ich es heute im Internet gelesen, dass ich 11 % bezahlen müsste. Mir war von dieser Regelung bis jetzt nichts bekannt! Mit welchen Rückforderung seitens meiner Krankenkasse muss ich jetzt rechnen, wenn die Beitragsstelle der Krankenkasse davon erfährt? Wird es Vorteile bringen, eine Selbstanzeige zu machen?
Eingrenzung vom Fragesteller
02.11.2018 | 17:55
05.11.2018 | 02:07

Antwort

von


(379)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Tel: 0170/4669331
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Darstellung interpretiere ich so, daß Sie freiwilllig in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Die Krankenkassen können in ihren Satzungen festlegen, daß Einkünfte aus einem Minijob bei Selbständigen hinzuzurechnen sind. Es kommt also darauf an, ob Ihre Krankenkasse eine entsprechende Bestimmung in ihrer Satzung hat. Bitte teilen Sie mir ggf. Ihre Krankenkasse mit!

Ihre eingrenzende Anmerkung verstehe ich so, daß Ihre Einkünfte aus der Selbständigkeit zusammen mit den Einkünften aus dem Minijob die Mindestbemessungsgrenze nicht erreichen.

Daher brauchen Sie ohnehin keine zusätzlichen Zahlungen zu befürchten.

Beitragsforderungen verjähren im übrigen nach vier Jahren nach Ablauf des Jahres, in dem sie fällig geworden sind. Bis 31.12.2018 könnten also nur die Beiträge ab 2014 noch verlangt werden.

Eine Selbstanzeige bringt hier keine Vorteile.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2018 | 10:49

Sehr geehrter Herr Vasel,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Bei der betreffenden Krankenkasse handelt es sich um die Technikerkrankenkasse.
Zieht die Technikerkrankenkasse den 400 € Job in ihrer Beitragsrechnung mit ein?

Eine Frage bleibt noch.

Auf welcher Einkommensgrundlage wird der Sozialtarif in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft. berechnet? Die Technikerkrankenkasse gibt leider keine Auskunft, wie die Einkommensgrenzen sind.

Auf dem Schreiben zum jährlichen Beitrags bescheid ist die Berechnungsgrundlage beider Einkünfte nicht vorhanden.

Die Mindestbemessungsgrenze liegt zur Zeit für diesen Tarif bei ca. 1500 €.

Wird aber in diesem Fall nicht erreicht, dass monatliche Einkommen beträgt circa 750 €. Ohne dem 400 € Job, der nicht angegeben wurde.
Ein Kind lebt im Haushalt.

Der Lebensgefährte hat ein Einkommen von unter 30.000 € pro Jahr.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2018 | 20:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

in der Satzung der TK ist die Einbeziehung geringfügig entlohnter Beschäftigungen nicht vorgesehen.

Ihre Frage zur Beitragsbemessung bei Bedarfsgemeinschaft geht über die hier kostenlose Verständnis-Nachfrage hinaus, deshalb nur folgende, kurze Antwort:

Die Beitragsbemessung nach der Mindestbemessungsgrundlage von 1.522,50 € ist ausgeschlossen, wenn das Einkommen der Bedarfgemeinschaft 4.567,50 €/Monat übersteigt, wobei für jedes Kind im Haushalt 609,00 €/Monat abgesetzt werden.

Da Ihr Gesamteinkommen nur 2.640,00 €/Monat beträgt (nach Absetzung des Betrages für das Kind) gilt die Mindestbemessungsgrundlage für Sie.

Ich gehe davon aus, daß Sie oder Ihr Partner kein Vermögen über 12.180,00 € besitzen und keine Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung haben.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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