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Rückerstattungspflicht trotz unbestimmtem Angebot

23.10.2007 17:35 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einem Kunden über die Handelsplattform zentrada einen Posten (20 Artikel) Nike/Adidas Sportbekleidung verkauft. In dem Text der Anzeige steht u.a. daß es sich bei dem Posten um Ware aus einer Auflösung handelt, also viele verschiedene Artikel enthalten sind. Der Kunde reklamiert die Ware, weil er genau den Artikel haben wollte, der auf dem Foto abgebildet ist (Beispielfoto).
Ich habe ihm aus Kulanz bereits einmal, weil er nur Shirts haben wollte, einen Posten umgetauscht. Jetzt sollen es dann keine Shirts mehr sein, sondern Ware von Nike, Kollektion T90, dies war jedoch nie bestandteil des Vertrages. Wie soll ich vorgehen? Der Kunde erwartet eine Rückerstattung bis zum 27.10.2007.

MfG
O.J.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts:

Entscheidend ist vorliegend, welche Produkte konkret Vertragsbestandteil geworden sind. Sind Ihrerseits andere Produkte als vereinbart geliefert worden, könnte der Kunde aufgrund einer Falschlieferung die Nacherfüllung ( Lieferung der richtigen Produkte ) verlangen.
Nach Ihrer Schilderung ist aber gerade dies nicht der Fall.
Sofern in Ihrem Angebot die Ware nicht ausdrücklich beschrieben worden ist, sondern auf unterschiedliche Artikel - ohne konkrete Bezeichnung - verwiesen worden ist, erscheint mir nicht ersichtlich, mit welcher Begründung der Kunde versucht, an eine bestimmte Kollektion zu kommen.

Sofern er sich auf das Bild beruft, welches grundsätzlich Teil des Angebots sein kann, müsste konkret an Ihrem Angebot geprüft werden, inwiefern dies Vertragsbestandteil geworden ist. Dies kann im Rahmen dieser Online- Anfrage nicht abschließend beurteilt werden.
Sofern Sie das Bild als Beispielsfoto gekennzeichnet haben, wird der Kunde keinen anspruch auf die dort abgebildete Ware haben.

Nach Ihrer Schilderung war aus dem Angebot erkennbar, dass nicht konkrete Ware verkauft wird, sondern ein "Überraschungspaket".

Ich emfehle Ihnen, Ihr Angebot nochmals unter diesem Aspekt zu überprüfen. Sofern Sie objektiv zu dem Ergebnis kommen, dass ein verständiger Beobachter Ihr Angebot eindeutig als "Überraschungspaket" ohne die Zusicherung bestimmter Artikel versteht, wird der Kunde keine Ansprüche auf Nacherfüllung haben, da Sie Ihre Leistung vertragsgemäß erbracht haben.
In diesem Fall sollten Sie die Forderung des Kunden zurückweisen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

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