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Rückerstattung von Mehrkosten nicht bewilligt // Auslandsoption fürs Handy


07.04.2018 15:09 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Hallo liebe Forumsteilnehmer,

bei mir hat sich folgendes erreignet:

Ich war vom 19.2. bis 23.3 beruflich in der Schweiz unterwegs und habe meinen Mobilfunkanbieter (Mobilcom debitel) am 26.2 über die Servicehotline angerufen mit der Frage nach einem Vertrag/Option für das Ausland um die Roaming Gebühren zu vermeiden.

In diesem Telefonat wurde mir, auf mehrfache Nachfrage, und dem Hinweis dass ich kanpp 1 Jahr zuvor einen Zusatz für das Ausland hatte (beschränkt auf 1 Monat // damals Urlaub Spanien) keine erweiterung meines Vertrages/ Option für Möglich erklärt.

Am 9.3. beim checken meiner Online-Rechnung in meinem Account auf der Webseite des Anbieters, fand ich zufällig ein PDF mit Angeboten/Optionen fürs Ausland, unter anderem jedner, die ich vor 1 Jahr gebucht hatte.

Die Option "All Inclusive" erweitert den deutschen Vertrag auf das Ausland (Ländergruppe 1 incl. Schweiz) und ist für 1 Monat buchbar. Preis 19,99€

Bei erneutem Anruf beim Kundenservice, einer Weiterleitung da der 1. Mitarbeiter mein Anliegen überhaupt nicht verstand, konnte die Mitarbeiterin, bei nachverfolgung wie ich diese Option gefunden habe, mir diese Option dazubuchen und sie trat ab 10.3. in kraft.

Aufgrund der falschen Beratung vom 26.2. wollte ich die entstandenen Kosten zwischen dem 26.2 - und 9.3 Gutgeschrieben bekommen. Die musste die Kundenberaterin intern weitergeben.

Bei einem Rückrüf meines Anbieters 2 Tage später erklärte mir der Mitarbeiter, dass mir das Geld nicht gutgeschrieben wird. Mit der Begründung ich hätte die Option online buchen können.

Eine weitere Begründung war, ich wäre bewusst diese Roaming Kosten eingegangen, da ich ja informiert wurde über diese Kosten (SMS). Aber ich bin sie ja bewusst eingegangen, NACHDEM ich mich an der Kundenhotline nach Alternativen erkundigt habe, oder sehe ich die sfalsch?

Meine Frage, ist dies rechtens? Den Fehler der Beratung mit der Begründung es wäre online möglich gewesen abzutun? Habe ICH nun den Fehler begangen? wozu sind Kundenservice-Hotline dann noch gut?

Sowohl der Mitarbeiter einer Filiale bei dem ich mich danach nocheinmal beschwert habe, welcher erneut eine Anfrage per Mail geschickt hat. Als auch der mich darafuhin anrufende, aber die selbe Argumentation bringende Supportmitarbeiter, geben an das Problem nachvollziehen zu können. Aber die "Firmenpolitik" bzw. ansagen von "oben" behaupten es wäre meine schuld.

Kann man hier eventuell rechtlich vorgehen? es geht um eine Summe von 151 € die ich nun für meine Telefonate in der Schweiz zahle.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

Sie können argumentieren, dass Ihnen ein Schaden in Höhe der Kosten für die einzelnen Verbindungen entstanden sei, weil auf Ihre erste telefonische Bitte die Flatrate für Auslandsgespräche nicht aktiviert wurde, obwohl es ohne Weiteres möglich gewesen wäre. Hätte der Telekommunikationsanbieter die Flatrate schon am 26.02.2018 aktiviert, statt Ihnen die – objektiv wohl unzutreffende – Auskunft zu erteilen, die Flatrate stehe nicht zur Verfügung, wären Kosten für einzelne Verbindungen nicht entstanden.

Dieser Argumentation wird der Anbieter aus meiner Sicht nicht erfolgreich entgegenhalten können, dass Sie die Flatrate online selbst hätten aktivieren können. Es ist schon nicht ersichtlich, weshalb Sie die Ihnen telefonisch erteilte Auskunft, die Flatrate stehe nicht zur Verfügung, hätten infrage stellen sollen. Teilte man den Standpunkt des Anbieters, würde man deshalb faktisch von Ihnen verlangen, dass Sie eine Ihnen telefonisch erteilte – durchaus plausible – Auskunft ohne jeden Anlass auf ihre Richtigkeit prüfen.

Der Erfolg Ihres Zahlungsverlangens wird deshalb letztlich davon abhängen, ob Sie beweisen können, dass Sie im ersten Telefonat die – objektiv unzutreffende – Auskunft erhalten haben, die Flatrate für Auslandsgespräche sei nicht verfügbar. Denn dafür, dass der Anbieter eine Pflicht aus dem mit Ihnen bestehenden Vertrag verletzt hat (§§ 280 I, 241 II BGB) tragen Sie die Darlegungs- und Beweislast.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Bitte nutzen Sie gegebenenfalls die Möglichkeit, hier eine kostenlose Nachfrage zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt


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