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Rückerstattung von Kosten für Fernstudium

| 11.09.2018 20:47 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite in der IT-Branche und hatte ein Fernstudium begonnen, das meines Erachten als berufliche Weiterbildung zu werten ist, da es inhaltlich eine Fortsetzung zu meinem staatlich anerkannten Abschluss darstellt, auch wenn das Fernstudium selbst nur mit einem Zertifikat endet. Da ich einen Wechsel meiner Arbeitsstelle geplant hatte (in eine verwandte Branche), wobei mir das Fernstudium helfen sollte, bezeichne ich die Ausgaben auch als beruflich veranlasst.

Die Fernuniversität selbst schreibt, ein Fernkurs könne zu 100% bei der Steuer berücksichtigt werden, wenn es sich um Fortbildungskosten handelt, und zwar bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit als Werbungskosten. Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung könnten bis zu 6000 EUR/Jahr als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Ich habe nun Ausgaben für das Studium von rund 1000 EUR aus verschiedenen Gründen als Werbungskosten geltend gemacht. Das Finanzamt teilt mir auf einen Einspruch hin mit, die erklärten Werbungskosten aus Anlage N seien ohne Abweichung berücksichtigt worden, sie würden lediglich mein zu versteuerndes Einkommen mindern und nicht vom Finanzamt erstattet werden. Gut, so funktionieren Werbungskosten und da kann von 100% Erstattung eben keine Rede sein.

Sollte ich (und könnte ich überhaupt) meine Steuererklärung im jetzigen Stadium korrigieren, die Werbungskosten in anderweitige Sonderausgaben umdeklarieren (wie/wo/als was) und so vielleicht doch noch den 100% näher kommen? Oder bestünde auch da keine Aussicht auf Erfolg trotz oder wegen der Natur des Fernstudiums?

Hätte ich nur Chancen auf die 100%, wenn es Betriebsausgaben wären (als Gewerbetreibender/Selbstständiger)?

Wenn momentan nichts zu retten sein sollte, wie sollte ich dann künftig vorgehen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich würde es keinen Unterschied machen, ob Sie diese Kosten als Werbungskosten, Sonderausgaben oder gar als Betriebsausgaben (was aber nicht in Betracht kommt, da Sie laut Angaben nicht selbständig tätig gewesen sind).

Im Ergebnis würden die Kosten stets auf der bzw vor der Ebene der Ermittlung des „Einkommens" in Abzug gebracht, womit die wirtschaftliche Wirkung stets identisch ist.

Grundsätzlich werden diese Beträge auch zu „100%" in Abzug gebracht, nämlich vom Einkommen, insofern waren die Aussagen des Studienanbieters zutreffend - eine andere Art der Berücksichtigung ist nicht möglich, da im „System" nicht vorgesehen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.09.2018 | 22:20

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